Tag278 Freizeit genießen

Es ist anfänglich ein Gefühl von Ungerechtigkeit, wenn die Kolleg*innen auch Frei haben, ohne im Sabbatjahr zu sein. Aber allmählich akzeptiere ich es. Ich genieße die freie Zeit um so mehr und liege oft auf der sonnenbeschienenen Terrasse um zu lesen oder Bücher zu hören. Nebenbei etwas Nachrichten des DLF oder NDR Info anhören, dann reicht es auch mit der Information.
Zu Hause zwinge ich unsere Jüngste des Öfteren zu ihren Hausaufgaben. Gerade sitzt sie neben mir und bearbeitet eine Buchbesprechung. Ist es unfair, dass Mama und Schwester noch im Bett liegen dürfen? Nein, es ist sogar hilfreich, denn dann sind die Störungen geringer.
Die politische Arbeit läuft auch wieder an. Wir Kommunalpolitiker begehren allmählich auf, dass wir in die Abläufe nicht mehr eingebunden sind. Einige Bürgermeister*innen nutzen die Gelegenheit um selber politische Tatsachen zu schaffen (Eilentscheidungen). Und unsere Gremien werden ausgebremst. Zuerst mit dem Versammlungsverbot, welches aber nicht für kommunale Selbstverwaltungen gilt. Jetzt mit der Begründung, dass die Öffentlichkeit nicht beteiligt wäre, wenn wir uns abgeschottet treffen. Hierzu sollte man bedenken, dass sowieso nur selten Bürger*innen in den Ausschüssen sitzen und zuhören. Die Presse kann ja weiter berichten und Sitzungen lassen sich auch online übertragen.
Online Sitzungen kommen allmählich in Mode. Viele vorher kritische Menschen, Arbeiter*innen, Politiker*innen … nutzen plötzlich skype, zoom und Co. Und plötzlich geht das auch.
Verwunderlich, denn schon vor 15 Jahren, als ich noch für die Telekom arbeitete, hatten wir diese Systeme angeboten. Aber nur wenige Kunden gefunden, obwohl sie technisch gut funktionierten.
Ich habe Hoffnung, dass die Krise die Nutzung von online Kommunikationen steigert. Dann können Schulen auch mehr gemeinsam arbeiten (Schulübergreifend). Lehrer*innen können Unterlagen so aufbereiten, das Kolleg*innen auch damit arbeiten können. Viele Geschäftsreisen können wegfallen, wodurch kräftig CO2 eingespart würde. Und Familien können sich kurz besuchen ohne zu lange bei den Verwandten bleiben zu müssen (die Fahrerei lohnt sich sonst ja nicht wenn man nach einer Stunde wieder geht).

Ich werde heute ein Zimmer renovieren (lassen), denn Lisa wünscht sich lavendelfarbene Wände. Farbe, Rolle und Pinsel sind da. Zeit haben wir auch und sie braucht dringend Bewegung. Online spielen schafft halt keine Muskeln und Ausdauer 😉

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