Ende

Es sind Ferien, lange Sommerferien. Das Sabbat-Jahr hat definitiv sein Ende gefunden.
Ich arbeite am Unterricht für das neue Schuljahr, plane Termine und bin gedanklich schon oft wieder in der Schule, auch wenn die erst am neunten August wieder startet.
In der letzten Ferienwoche werden einige Fortbildungen und Abstimmungstreffen stattfinden. Es ist diesbezüglich also ganz gut, dass unsere lange Familienreise storniert werden musste. Ich fühle schon wieder einen gewissen Stress aufkommen, weil der neue Unterricht schwer einzuschätzen ist. Auch weiß ich noch nicht, ob und wenn ja, welche Fachräume ich nutzen kann.
Der normale Betrieb also. Zusätzlich mit der Ungewissheit, ob die Corona Pandemie wieder aufflammt und die Planungen neu erstellt werden müssen. Bislang gehen wir von einem „normalen“ Unterrichtsablauf für alle Schüler*innen und Auszubildenden nach den Ferien aus.
Bei über 3000 Schüler*innen eine große Herausforderung.
Ich muss mir noch eine Plexiglas Schutzbedeckung beschaffen. Ohne Mimik zu unterrichten ist schwer. Ohne Mimik in Klassen mit erhöhtem pädagogischen Aufwand dürfte dies noch schwerer sein.

Genau diese Klassen hatte ich mir für die nächsten Jahre gewünscht. Weniger fachliche Tiefe, dafür stärker pädagogisch und erzieherisch arbeiten.
Nach jetziger Planung wird dies dann auch so kommen.

Meine Unterrichtsschwerpunkte werden WiPo und Elektrotechnik bleiben. Aber auch Elektrfachliche Deutschkurse und Mathematik wird es geben.

Das letzte Jahr ist eigentlich nicht zu schnell vergangen. Durch gute Vorbereitung der mir wichtigsten Punkte konnte ich viel erleben und lernen. Leider fielen die privaten Familienreisen der Corona Pandemie zum Opfer. Ob sich diese nachholen lassen ist nicht klar. Zum Einen geht die Älteste demnächst ihre eigenen Wege und zum Anderen behindern uns zunehmend Krankheiten. Wir planen zunehmend auf Sicht.
Insbesondere die Reisevorbereitungen der letzten Monate haben Nerven und Zeit gekostet. Freude auf die zu unternehmenden Reisen war aufgekommen und die Enttäuschung über notwendige Absagen war jeweils groß. Vielleicht bietet es sich an, ein bequemes, behindertengerecht ausgestattetes Wohnmobil zu kaufen. Dann kann man spontan und entspannt reisen.

Für das nächste Jahr habe ich jedenfalls vor, wieder nach Tansania zu reisen. Wenn möglich würde ich gerne unsere Jüngste mitnehmen. Das Land ist toll und ich kenne allmählich viele Menschen dort, die ich gerne wiedersehen würde. Außerdem sind noch so viele gemeinsame Ideen mit ihnen zu besprechen.
Am liebsten würde ich einen Teil des Jahres regelmäßig dort leben. Meine Familie kann sich dieses aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht vorstellen.

Freunde fragen jetzt häufiger, ob ich mich wieder auf die Arbeit freuen würde. Ich kann da nur antworten, dass es mich nicht stört, wieder „normal“ zu arbeiten. Ich könnte aber durchaus darauf verzichten, ohne dass mir etwas fehlen würde. Genügend Ideen und Vorhaben für einige weitere Monate habe ich schon.
Manches ist schon begonnen, wie der Umbau eines Benzin Autos zum E-Mobil. Auch habe ich endlich begonnen ein dünnes Buch zu schreiben. Politisch könnte ich mir vorstellen, mehr zu machen um die Zukunft der Region oder Deutschlands mit zu gestalten.

Es ist aber abzusehen, dass neben der Arbeit als Lehrer und den Aufgaben als Vater und Ehemann in den nächsten Jahren viele Projektideen liegen bleiben. Zumindest sportlich möchte und werde ich aber das nächste Hobby austesten. Windsurfen oder Kiten werde ich erlernen. Die Nähe zur Nordsee bietet bietet hier angenehme Vorteile. Da kann ich dann auch schon mal am Wochenende mit dem Zelt oder zukünftig im WoMo an der See bleiben. Den Wind zu nutzen habe ich während der letzten Jahre beim Paragliding ja schon geübt. Zum Glück habe ich den Abschluss dieses Hobbys wie geplant in Nepal noch erleben können. Eine tolle Tour durch die Berge einer sehr interessanten Region dieser Welt.

War das Jahr Auszeit nun gut? Ich bin überzeugt, dass sich viel mehr Menschen dieses gönnen sollten. Man kommt auf viele neue Iden, gewinnt viele neue Eindrücke und nimmt Zeit anders, intensiver wahr.
Für die Familie ist es allerdings anstrengend, wenn der Lebensrhythmus so stark verändert wird. Plötzlich geht Papa nicht mehr regelmäßig arbeiten, ist dafür aber mehrere Wochen am Stück weit weg. Das kann belasten oder gar verwirren.

Ich kann die Auszeit nur empfehlen. Ich werde das auch wiederholen. Der Antrag ist schon abgegeben und ich hoffe, 2023 im Herbst noch so gesund zu sein, dass ich wieder einige Reisen unternehmen kann. Vielleicht sogar wieder für den SES als Entwicklungshelfer, vielleicht aber auch für meine eigenen Projekte, die bis dahin weiter geplant und finanziert werden könnten. Wie gesagt, Tansania reizt, allerdings Portugal auch und …..

Tschau, Manfred

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s