Tag241a Technik die Schwierigkeit macht.

Irgendwie wird es zur Gewohnheit dass ich in Tansania in Stresssituationen gerate. Dieses Mal ist es der durchgebrannte PV Wechselrichter von SMA. Das Batteriekasten läuft, aber die gestern wieder gut befestigen Module können nicht genutzt werden. Sehr schade.

Den Fehler haben wir wohl gefunden, wissen aber noch nicht ob wir ein Ersatzteil bekomme können. SMA hat sich noch nicht gemeldet. Andere Quellen, Z B. über andere Händler oder Ebay , die bieten durchaus gute gebrauchte Inverter an. Problem sind Zeit und Gewicht. Wer kauft mal für uns in Deutschland einen WR bei Ebay um diesen dann zu zerlegen und uns die kleine Ersatz-Platine zuzusenden?

Was war noch? Erneut durften wir gegen eine hiesige Mannschaft Soccer spielen. Wie immer habe ich mich verletzt, diesmal am Knie. Die Hose ist auch hinüber. Leider konnten wir nicht gewinnen.

Ach ja, die Solarfirma aus dem Süden Tansanias brachte die Technik und Techniker für KIUMO und bauten die Panele aufs Dach. Ich bin aber nicht wirklich vom System überzeugt. Wir werden sehen, teuer genug ist es jedenfalls.

Tag241 Relax

Gestern Nachmittag war frei, weil die bestellte PV Anlage für die KIUMO Berufsschule nicht wie versprochen geliefert wurde. 8:30 Uhr war von den vorher angekommen Managern, Anwalt und zwei deutschen Praktikantinnen versprochen. Gegen Mittag war wohl auch ein Techniker erschienen. Aber bisher weder Technik noch eine Leiter mit der man auf das Dach kommen könnte.

Ich habe gestern die Morgenstunden genutzt um die PV Anlage der KIUMAKO Sekundarschule, die wir als Verein 2012 bauten, neu zu befestigen und einen Fehler zu beheben. Das war nicht angenehm weil ich kaum Sicherung für mich hätte. Früh morgens ist es aber wenigstens noch kühl auf dem Blechdach. Sollte SMA in den nächsten Tagen noch die Ersatzteile für den durchgebrannten Wechselrichter liefern, könnte ich den vielleicht anfang März noch in Betrieb nehmen. Womöglich ist dann ja auch die zweite Anlage hier 🤔

Power Transistor nach zu viel Power

Heute ist Erholungsphase für die Gruppe. Das Angebot von Gilbert, einige könnten erneut mit zum Wasserfall wandern wurde von allen abgelehnt. Der Vormittag in der örtlichen Meierei ebenfalls und auch mein Wunschausflug ab 13 Uhr zur Kaffee-Kooperative wird wohl schwach besetzt sein.

Nicht gerade, aber wieder fest und korrekter verdrahtet

Seit sieben Uhr läuft gegenüber der erste Gottesdienst. Der Posaunist, der seit Tagen abends vor unserem Hostel übt spielt gerade, das heißt eigentlich noch nicht gerade😉 aber schon deutlich besser. Der Rest der Gesänge ist hier im Gästezimmer deutlich zu hören. Sehr schwungvoll und angenehm. Zumindest wenn man nicht mehr schlafen möchte.

Heute um vier findet dann vermutlich das nächste Soccer Spiel statt. Großer Platz und gegen ein echtes Tansania Team. Wir haben wohl kaum eine Chance😕 aber sicherlich viel Spaß.

Tag240 Halbzeit Tansania

Für die Schüler Gruppe ist mehr als die Hälfte der Zeit um. Einige sind wohl auch froh, dass sie bald wieder die heimische Gemütlichkeit und gewohntes Essen genießen können. Ich denke dass aktuell alle ziemlich erschöpft sind. Mit dem gestrigen Fußball Spiel an der KIUMAKO school wurden einige Reserven abgerufen. Auch bei mir😉.

Freitag gegen Mittag kamen fünf Personen von der Solaranlagen Firma aus dem Süden Tansania an. Manager, Anwalt, Fahrer und zwei deutsche Praktikantinnen. Am Samstag sollen morgens die Techniker mit der Anlage kommen, die dann bis Sonntag Abend die Technik auf der KIUMO vocational school installiert haben wollen. Ich wäre ehrlich überrascht und glücklich wenn dies klappt. Dann können wir Montag und Dienstag die Exkursion zum Lake Challa genießen.

Samstag möchte ich gerne noch die PV Anlage auf der KIUMAKO besser befestigen und die Strings aufteilen. Der alte Wechselrichter ist zerschossen. Die Leistungstransistoren sind durchgebrannt. Es bleibt spannend ob SMA uns noch rechtzeitig neue liefert. Andernfalls hoffe ich auf geeignete Servicetechniker.

Während ich hier schreibe, nachts gegen vier, regnet es erneut. Dies ist sehr ungewöhnlich für normale Februare . Vorteil ist, dass wir damit die überarbeiteten Fallrohre und Tanks testen können. Auch sind die Temperaturen durch die tägliche Bewölkung europäischen Besuchern gegenüber angenehm.

Tag239 Bäume pflanzen

Heute um 11 Uhr wollten wir eigentlich an de Hängen des Kilimanjaro Bäume pflanzen. Aber erst um 14:00 sind wir losgegangen. Mit etwa 15 tansanischen Schüler*innen und ihren Lehrern ist unsere Gruppe durch Plantagen und Waldstücke zum Wiederaufforstungs Hang gelaufen. Schon gestern haben wir Setzlinge vorbereitet und zusätzlich welche an einer Baumschule gekauft. Mit Hacken und Schaufeln ausgestattet könnten wir vorhandene Bäume pflegen sowie neue Pflanzen. Der harte Boden und die steilen Hänge machten die Arbeit sehr anstrengend. Insbesondere die Bewässerung der Setzlinge per 25 Liter Eimer forderte uns. Letztlich waren wir sehr glücklich über die gemeinsame Erfahrung. Noch während wir uns mit Blick ins Tal ausführen begann es zu regnen. In dieser Jahreszeit eigentlich ungewöhnlich. Später gab es noch stärkeren Regen den wir in einer Bretterbudenbar überstanden. Wenn es hier regnet, dann richtig.

Bis dahin ein toller Tag, an dem wir morgens noch viel technischen Kleinkram erledigen konnten.

Blick von dem seit acht Jahren in Aufforderung befindlichen Hang. Die großen Bäume waren die ersten.

Leider wurde Abends schlecht kommuniziert wie das Essen verläuft. Ein noch zu hinterfragendes Missverständnis führte dazu, dass wir in die Kili Lodge zogen. Aber auch dort erwartete man uns nicht. Letztlich haben wir in der Mandela Bar etwas zu essen beschaffen können. Als Organisator sehr ärgerlich, auch wenn der Großteil der Gruppe sehr entspannt reagiert hat.

Auch sehr lecker

Tag238 Mittwoch in Mwika

Halbzeit unserer Projekt Reise. Wir konnten viel erreichen und technische Probleme lösen. Auch sind gute Kontakte zwischen Schülern entstanden. Manche Projektideen sind noch nicht erfolgreich abgeschlossen, weil zum Beispiel die bestellte PV Anlage noch nicht geliefert wurde.

Morgen werden Bäume gepflanzt, was zum Teil heute auch schon erfolgt ist. Die beteiligten Schulen erhalten je Obstbäume, am Hang des Kilimanjaro werden typische Regenwald Bäume gepflanzt. Außerdem besuchen wir einen örtlichen Kindergarten.

Freitag nach der Schule wird es wahrscheinlich zum Fußball spielen kommen. Dieses Jahr hoffentlich ohne dass ich mich verletze. Ich stelle mich ins Tor.

Tag235a Kirchgang

Immer wieder schön in Tansania einen Gottesdienst zu besuchen. Meist gefällt dieser sogar den mitreisenden Jugendlichen. Neben Erziehung, Predigt und Sozialmedia werden zum Schluß Spenden einiger Kirchgänger versteigert. Wir bekamen Avocados, Bananen, Mais und Zuckerrohr.

Nach der Kirche lud der Pastor zum Essen ein. Die Schüler dieser Kirche mit Privatschule (Kirimeni) haben noch für uns gesungen.

Leider ist Pastor Macha nicht mehr dort. Den kenne ich noch aus 2016.

Jetzt müssen wir nur noch den Nachmittag irgendwie gestalten oder einfach chillen. Morgens geht es dann zu Problem Lösungen in die Schulen und zur Materialbeschaffung nach Moshi.

Tag235 Sonntag in Mwika

Es ist 5:00 Uhr, die Glocken läuten um die Gemeinde zu wecken. Da der Glockenturm direkt am Gasthaus der Bibelschule steht bin ich auch wach. Erstmals hier bin ich auch so früh munter, das heißt die Normalität kehrt ein und ich muss nicht unbedingt länger schlafen. Anziehen, Kaffee trinken und Tagebuch schreiben, Tee trinken und Fotos sichten, Computer aufräumen und Bilder sichern. Man schafft so viel wenn die Schüler*innen noch schlafen 😉

Unsere Köchin und der Koch sind auch schon fleißig. Diese beiden leisten hier tolle Arbeit. Heute werden Donuts gebacken. Frühstück ist aber erst um acht. Ich habe aber Hunger🙄

Um neun Uhr werden wir abgeholt um in fünf unterschiedlichen Kirchen am Gottesdienst teilzunehmen. Dafür bedarf es einer kurzen Wanderung. Einige Teilnehmer klagten sch gestern Abend über Muskelkater. Aber heute Nachmittag können sie sich ja erholen. Erst morgen arbeiten wir weiter an den Projekten.

Aus unerklärlichen Gründen schmerzen meine Knie noch immer. Ich will aber die Kerimeni Kirche besuchen. Die ist am weitesten Weg.

Zu Hause ist leider nicht alles in Ordnung. Kim musste wegen zu starker Schmerzen in die Klinik. Hoffentlich kann man ihr dort schnell helfen.