Tag241a Technik die Schwierigkeit macht.

Irgendwie wird es zur Gewohnheit dass ich in Tansania in Stresssituationen gerate. Dieses Mal ist es der durchgebrannte PV Wechselrichter von SMA. Das Batteriekasten läuft, aber die gestern wieder gut befestigen Module können nicht genutzt werden. Sehr schade.

Den Fehler haben wir wohl gefunden, wissen aber noch nicht ob wir ein Ersatzteil bekomme können. SMA hat sich noch nicht gemeldet. Andere Quellen, Z B. über andere Händler oder Ebay , die bieten durchaus gute gebrauchte Inverter an. Problem sind Zeit und Gewicht. Wer kauft mal für uns in Deutschland einen WR bei Ebay um diesen dann zu zerlegen und uns die kleine Ersatz-Platine zuzusenden?

Was war noch? Erneut durften wir gegen eine hiesige Mannschaft Soccer spielen. Wie immer habe ich mich verletzt, diesmal am Knie. Die Hose ist auch hinüber. Leider konnten wir nicht gewinnen.

Ach ja, die Solarfirma aus dem Süden Tansanias brachte die Technik und Techniker für KIUMO und bauten die Panele aufs Dach. Ich bin aber nicht wirklich vom System überzeugt. Wir werden sehen, teuer genug ist es jedenfalls.

Tag240 Halbzeit Tansania

Für die Schüler Gruppe ist mehr als die Hälfte der Zeit um. Einige sind wohl auch froh, dass sie bald wieder die heimische Gemütlichkeit und gewohntes Essen genießen können. Ich denke dass aktuell alle ziemlich erschöpft sind. Mit dem gestrigen Fußball Spiel an der KIUMAKO school wurden einige Reserven abgerufen. Auch bei mir😉.

Freitag gegen Mittag kamen fünf Personen von der Solaranlagen Firma aus dem Süden Tansania an. Manager, Anwalt, Fahrer und zwei deutsche Praktikantinnen. Am Samstag sollen morgens die Techniker mit der Anlage kommen, die dann bis Sonntag Abend die Technik auf der KIUMO vocational school installiert haben wollen. Ich wäre ehrlich überrascht und glücklich wenn dies klappt. Dann können wir Montag und Dienstag die Exkursion zum Lake Challa genießen.

Samstag möchte ich gerne noch die PV Anlage auf der KIUMAKO besser befestigen und die Strings aufteilen. Der alte Wechselrichter ist zerschossen. Die Leistungstransistoren sind durchgebrannt. Es bleibt spannend ob SMA uns noch rechtzeitig neue liefert. Andernfalls hoffe ich auf geeignete Servicetechniker.

Während ich hier schreibe, nachts gegen vier, regnet es erneut. Dies ist sehr ungewöhnlich für normale Februare . Vorteil ist, dass wir damit die überarbeiteten Fallrohre und Tanks testen können. Auch sind die Temperaturen durch die tägliche Bewölkung europäischen Besuchern gegenüber angenehm.

Tag204 Fahrdienste

Wenn man zu Hause ist, dann ist man auch gerne als Taxi unterwegs. Oder zumindest habe ich mal mehr Zeit meine Familie zu verschiedenen Terminen zu begleiten. Montag also in Hamburg, Dienstag dann Hamburg, gestern mal nichts, heute dann Neumünster und innerhalb Itzehoes.
Manchmal, wie heute fällt dann was Schönes für mich dabei ab. So habe ich mir heute ein neues gebrauchtes E-Bike kaufen können.
Gelangweilt auf der Suche nach Zeitvertreib aus Gewohnheit mal wieder in einen Fahrradladen gegangen und Falt-E-Bikes gesucht. Dort stand sogar eines und es war groß genug für mich. Nur brauche ich eigentlich gar keines mehr. Das Hobby, für welches ich lange ein entsprechend klappbares Bike gesucht habe, das betreibe ich nicht mehr.
Auf meine Frage nach gebrauchten E-Bikes, möglichst ein gutes Trecking Fahrrad bekam ich voller Überraschung, eine positive Antwort.
Und so steht hier nun ein ca sechs Monate altes, genau auf meine Körpergröße passendes und toll fahrendes Fahrrad. Ich freue mich schon auf die nächsten Ausfahrten. Vielleicht ja schon morgen, wenn der Nieselregen aufhören sollte.
Gleich, bevor mein Tansania Vorbereitungstreffen startet werde ich noch den Akku anschließen und es voll laden lassen.
Aber zum Treffen fahre ich noch mit dem alten E-Esel von meiner Frau. Die Freude bleibt dann für Morgen.

 

Tag182 Tansania Projekt planen

Gestern hatten wir ein gutes und und wichtiges Meeting zwischen vier Beteiligten an unserem Entwicklungsort Mwika in Tansania. Die Heikendorfer sind mittlerweile seit 1985 als Kirche dort aktiv, der Rafiki Verein seit etwa 2007 und wir mit „Tansania Zukunft durch Sonne „seit 2010. Zusätzlich ist die Bibeku als Bildungseinrichtung für ehemals „weltwärts“ und jetzt dem Roten Kreuz in der Region aktiv. Dort werden viele Langzeitpraktikant*innen (12Monate) eingesetzt. Insgesamt ein schön großes Geflecht an Hilfen und Partnerschaften aus Schleswig Holstein. Die Liste ist aber nicht vollständig, denn es gibt noch weitere Organisationen für Bildung, Kreditwesen und ärztliche Versorgung.

Diese Fülle an Partnern hat aber auch seine Tücken, denn wie koordiniert man seine Arbeit ohne Partner hier oder in Tansania zu verwirren oder gar zu ärgern. Darum war das Treffen besonders wichtig.
An einer beruflichen Schule, die KIUMO in Uuwo (Mwika) wurde von dem Kirchenkreis Heikedorf initiiert und wird noch immer gefördert. Dort sollen zukünftig weitere Berufe, neben den vorhandenen Tischlern, Schneidern und Bürokräften ausgebildet werden. Mechaniker und Zweiradmechaniker werden gebraucht. In absehbarer Zeit, hoffe ich, werden dort auch Elektriker ausgebildet. Mit dem Schwerpunkt der dezentralen elektrischen Energieversorgung wäre das sehr hilfreich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Und genau hier setzt eines unserer Projekte an. Wir wollen die Energieversorgung der Schule mit Hilfe von PV Anlagen sichern. Diese Anlagen sollen so installiert werden, dass sie als Lernobjekte für die späteren Auszubildenden genutzt werden können. Die Förderung durch die Bingo Lotterie ist uns gerade zugesagt worden. Jetzt fehlt nur noch unser Eigenanteil. Leider sind die Kassen dieses Mal nicht so gut gefüllt, so dass unser heutiger Projektabend mit der Reisegruppe unter dem Hauptpunkt „fehlendes Geld“ abgehalten werden muss.
Ein leidiges Nebenthema sind die vermutlich notwendigen Business Visa zur Einreise. Leider konnte ich die tansanische Botschaft bis dato nicht erreichen, die Warteschleife bittet kontinuierlich, es doch später wieder telefonisch zu versuchen.
Wenn alle 19 Reisenden ein Visum für 250$ brauchen, dann werden wir nicht um eine kräftige Erhöhung der Zuzahlung herum kommen. Ein Touristen Visum kostet lediglich 50$.
Ich bin gespannt wie wir dieses Problem lösen werden.

Tag180 Alltag vor Weihnachten

Zum Jahresende ist eigentlich immer viel zu erledigen. Ich habe dieses Jahr viel Glück und muss nur einige Taxi Dienste zu Ärzten und Therapeuten leisten. Meine Weihnachtsfeier konnte ich zu Fuß erreichen. Das Grüne Lastenrad ist zur Werkstatt gebracht und die politischen Termine für dieses Jahr sind erledigt. Aktuell steht nur noch die Reiseplanung für unser SES Nachtreffen im Januar an.
Danach geht es im Februar nach Tansania. Die Reiseplanung hat sich etwas verändert, aber da wir dieses Jahr den Luxus haben, dass ein Reisebüro für uns die Flüge bucht, hielt sich der Aufwand in Grenzen. „Emirates“ fliegt den Int. Airport Kilimandscharo leider nicht mehr direkt an, so dass wir nun über Daressalam einreisen müssen.
Die Förderzusage von Bingo für unsere geplante PV Anlage auf der Kiumo Berufsschule vor Ort hat uns letzte Woche endlich erreicht. Wenn wir es in unserer morgigen Besprechung schaffen, die Zusammenarbeit der beteiligten Hilfs- und Management Organisationen zu koordinieren, dann muss nur noch der Lieferant in Tansania mitspielen. Dann haben wir eine reelle Chance, die Anlage im Februar in Betrieb zu nehmen. In Tansania ist so eine kurze Lieferzeit durchaus realistischer als in Deutschland.

Donnerstag dann das letzte Treffen mit den Mitreisenden SchülerInnen, von denen sich leider erneut schon wieder viele entschuldigt haben. Ich frage mich manchmal, ob einigen die Reise wichtig genug ist. Die Mitarbeit lastet mal wieder auf wenigen Schultern. Aber dieses Verhalten erlebe ich leider sehr häufig bei Gruppenveranstaltungen, nicht nur bei Jugendlichen.
Immerhin hat der Tansania Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Itzehoe letzten Samstag stattgefunden. Viele gespendete Preise konnten mit Hilfe eines Glücksrades verspielt werden. Die Einnahmen können nun der PV Anlage und der Baumpflanzaktion in Tansania zu Gute kommen.
Übrigens erreichte uns eine überraschende, sehr große Spende über die crowdfunding Plattform. Ein regionaler Betrieb spendete 500€ – Danke.

E Autos und Gegenargumente

Allmählich gehen den E-Auto Gegnern die Argumente aus. Aber ich bin sicher, da kommen noch andere Argumente.  Festhalten am Gewohnten ist halt für viele der Normalfall. Geht mir übrigens auch oft so. Wenn ich einen neuen PC oder Smartphone bräuchte,  finde ich auch genug Gründe das aufzuschieben. 

Zur Sache: 3900 Liter Wasser wird zur Gewinnung des Lithium einer 64 kWh Batterie benötigt. Das hört sich viel an. Diese Wassermenge wird z.B. auch zur Herstellung von 250g Steak verbraucht. Ein Stück Fleisch ist aber deutlich schneller verbraucht als die Batterie. 

Dazu der Bericht im Tagesspiegel

Tag105 Carfree Day in Jakarta

Eind gute Idee, die von vielen Einwohnern Jakartsa (Indonesien) mit Freude aufgenommen wird. Auch wenn der MName eigentlich mehr verspricht akls hier wirklich getan wird. Doie Stadt versinkt täglich im Verkehrschaos, so dass schon jertzt anhand der Nummer der Nummerschilder sortiert wird. An einem Tag gerade, am nächsten Tag ungerade Nummer mit Fahrerlaubnis. Dadurch wrerden zwar viele Autos ausgesperrt aber es sind noch immer zu viele hier. Der ÖPNV ist zwar gut und günstig, kommt aber nicht gegen die vielen Motorradtaxis an.

Carfree day ist jeden Sonntag vom 6:00 bis 10:00 auf der 15km langen Hauptstrasse durch den Business District. Unter dieser Strasse befindet sich seit einem Jahr auch die neue MRT, eine U-Bahn. Sehr modern.
Sobald die Autos ausgesperrt sind befinden sich tausende Indonesier auf der Strasse. Es finden Sportveranstaltungen statt, viele fahren Rad oder Roller, es gibt viel zu essen und überall Musik. Ein tolles Erlebnis, wie wir es von Strassenfesten in deutschen Städten auch kennen. Aber viel bessere Luft gibt es trotzdem nicht. Der Smog bleibt. Gesund sind sportliche Aktivitäten wohl eher nicht.
Als Vorbild für Deutschlend taugt es trotzdem, denn es findet jeden Sonntag statt und man erlebt einen Teil seiner Stadt dann einmal so, wie es sein sollte. Eine Stadt für Manschen, nicht für Autos.

Wie es aussehen kann wenn der Mehresspiegel weiter ansteigt konnten wir heute auf einem DLF Foto aus Japan sehen . Es erzeugte in mir die Assoziation der A20 in der Krempermarsch. Wenn die denn wirklich einmal gebaut werden sollte könnte es dort auch so aussehen. Hoffen wir das Beste und vermeiden immer mehr Treibhausgase. ZB. durch Autofreie Tage.

Auch Interessant: Heute kam ein neuer SES Experte hier in Jakarta an. Thema: Hybrid Fahrzeuge. Sofort wurde sein Thema aber geändert. Er soll nuin Dieseleinspritzpump Systeme unterrichten. Das ist nicht zielführend.

Tag85 Wohin mit dem ganzen Strom?

Wir produzieren in Deutschland heute so viel elektrische Energie, dass wir 20% übrig haben. Schon 1993 produzierten wir sovielwie heute benötigt wird. 527 TWh . Statistik portal/

Also, wohin damit? Am Besten in Fahrzeuge laden und statt Benzin zu verbrennen damit fahren.

Übrigens bin ich mir sicher, dass wir locker auch noch 10% Energie sparen könnten wenn wir dazu gezwungen werden. Einfach mal abschalten statt laufen oder leuchten lassen. Licht aus, PC runter fahren, Radio abschalten und WLAN nur bei Bedarf aktivieren. Auch ohne Komforteinbußen lässt sich hier viel sparen. Auch dadurch kann Klimaschutz betrieben werden.