Tag 122 back home

Es war eine spannende Erfahrung in Jakarta. Die Stadt ist riesig und voll. Die Menschen, mit denen ich zu tun hatte, waren freundlich, hilfsbereit und an Kommunikation sehr interessiert.
Oft warnten sie aber vor den unfreundlichen und nicht ehrlichen Menschen, die es auch geben soll. Anhand der hohen Zäune und des Wachpersonals vor öffentlichen Einrichtungen oder begüteteren Wohnungen scheint die Angst vor Dieben und Räubern sehr verbreitet zu sein.
Ich kann nur sagen, dass ich mich diesbezüglich sehr sicher gefühlt habe. Auch wurde ich nicht betrogen oder bedrängt.

Das Schönste neben der „Arbeit“ an der beruflichen Schule in Central Jakarta, waren die Wochenenden. Ich habe es immer geschafft, mindestens einen Tag außerhalb des Stadt zu verbringen. Das war insbesondere wichtig um mal durchatmen zu können. Der Smog in der Stadt ist enorm. Einziger Vorteil: man bekommt keinen Sonnenbrand weil die Sonne nicht voll durch kommt.

Zurück in Europa war es sehr erfrischend, endlich wieder frei atmen zu können. Zurück in Deutschland war es unbeschreiblich schön, wieder Wasser aus der Leitung trinken zu können. Zurück zu Hause ist es toll, durch Waldwege laufen zu können und die Stille um mich herum zu genießen.

Tag106 Alltag in Jakarta

Montag in Jakarta, ich bin müde, viele meiner Lehrer sind es auch. Eine neue Gruppe mit gleichem Thema wie letzte Woche. Ab heute kommt es mir wie Arbeit vor. Auch an den täglichen Stau gewöhnt man sich schnell. Auf dem Heimweg ging dann aber erstmal nichts mehr. Ich ging zu Fuß weiter und überließ meinem Fahrer in seinem Auto dem Schicksal des Wartens. Neben der sechsspurigen Staustraße ist ein Grünstreifen mit Bänken unter Palmen und Bäumen. Dort kann man etwas im Schatten ausspannen. Den Lärm kann ich allmählich ausblenden, aber den Gestank des zwischen Park und Straße verlaufenden Kanals Verträge ich noch nicht lange.

Zurück im Hotel hole ich eine Flasche Tehbotol aus dem Kühlschrank. Angeblich ein beliebtes Getränk in Indonesien. Ich dann ich keinen Einheimischen dieses Tee Gebräu trinken. Es schmeckt auch nicht wirklich, ist aber kalt. Danach Kaffee und ein Hörbuch zum Entspannen.

Tag105 Carfree Day in Jakarta

Eind gute Idee, die von vielen Einwohnern Jakartsa (Indonesien) mit Freude aufgenommen wird. Auch wenn der MName eigentlich mehr verspricht akls hier wirklich getan wird. Doie Stadt versinkt täglich im Verkehrschaos, so dass schon jertzt anhand der Nummer der Nummerschilder sortiert wird. An einem Tag gerade, am nächsten Tag ungerade Nummer mit Fahrerlaubnis. Dadurch wrerden zwar viele Autos ausgesperrt aber es sind noch immer zu viele hier. Der ÖPNV ist zwar gut und günstig, kommt aber nicht gegen die vielen Motorradtaxis an.

Carfree day ist jeden Sonntag vom 6:00 bis 10:00 auf der 15km langen Hauptstrasse durch den Business District. Unter dieser Strasse befindet sich seit einem Jahr auch die neue MRT, eine U-Bahn. Sehr modern.
Sobald die Autos ausgesperrt sind befinden sich tausende Indonesier auf der Strasse. Es finden Sportveranstaltungen statt, viele fahren Rad oder Roller, es gibt viel zu essen und überall Musik. Ein tolles Erlebnis, wie wir es von Strassenfesten in deutschen Städten auch kennen. Aber viel bessere Luft gibt es trotzdem nicht. Der Smog bleibt. Gesund sind sportliche Aktivitäten wohl eher nicht.
Als Vorbild für Deutschlend taugt es trotzdem, denn es findet jeden Sonntag statt und man erlebt einen Teil seiner Stadt dann einmal so, wie es sein sollte. Eine Stadt für Manschen, nicht für Autos.

Wie es aussehen kann wenn der Mehresspiegel weiter ansteigt konnten wir heute auf einem DLF Foto aus Japan sehen . Es erzeugte in mir die Assoziation der A20 in der Krempermarsch. Wenn die denn wirklich einmal gebaut werden sollte könnte es dort auch so aussehen. Hoffen wir das Beste und vermeiden immer mehr Treibhausgase. ZB. durch Autofreie Tage.

Auch Interessant: Heute kam ein neuer SES Experte hier in Jakarta an. Thema: Hybrid Fahrzeuge. Sofort wurde sein Thema aber geändert. Er soll nuin Dieseleinspritzpump Systeme unterrichten. Das ist nicht zielführend.

Tag103 nebenbei Nachhaltigkeit schulen

Lehrreiches, einfach gehalten und auch für Übersetzung in Indonesien geeignetes Video zur Nachhaltigkeit. Dies könnte ich gestern als Input für die Methoden Übung einsetzen.

Das Thema Umweltschutz ist an den Schulen ein aktuelles und immer wichtiger werdendes Thema. Es eignet sich also gut für die anzuregen den Diskussionen mit Lehrern.

Toll finde ich, dass sie schnell den Mangel an Trinkwasser und das Absinken großer Teile Jakarta ansprechen. Eine vorgeschlage Lösung soll sein, Löcher in den Buden zu bohren und so das Regenwasser in den Boden zu leiten. Versiegelung ist hier ein echtes Problem. Ich bezweifle aber, dass einige Löcher dieses Problem lösen können.

Trotzdem gut, wenn viel über Nachhaltigkeit und Umweltschutz gesprochen wird.

Tag102 ich bin müde

Seit zehn Tagen in Jakarta. Viel bewegen, ausser gelegentlich spazieren zu gehen, tue ich mich nicht. Viel lesen in der Abendzeit, Hörbuecher geniessen und mit den anderen SES Kollegen debattieren. So sieht der Tag neben meiner Schulzeit aus. Dazwischen gibt es häufig etwas leckeres zu essen. Indonesische Küche schmeckt mir meistens gut, ich muss nur aufpassen, denn es kann sehr scharf gewürzt sein. Heute Abend soll es auf Wunsch der Kollegen mal Hamburger geben. Auch ich vermisse einige Dinge, Bier gibt es zwar in speziellen shops, aber gestern suchte ich dann erstmalig auch Schokoriegel. Man ist halt doch schon irgendwie abhängig.
Durch diese gemütlichen Tage hat der Einsatz hier auch etwas von Urlaub. Im Urlaub bin ich auch meist müde und abgeschlagen.

Hier in der SMK14 kan ich heute weitere drei Unterrichte besuchen und die Feedbacks der LehrerInnen zur Erprobung der Gruppenpuzzel Methode einholen. Jede, jeder setzt die gemeinsam erarbeitete Methode anders ein. Meist funktioniert es aber ganz ordentlich. Das Ziel, dass die SchuelerInnen selbstaendiger denken und freier Zusammenfassungen formulieren scheint erreichbar zu sein.

Naechste Woche dann das gleiche Thema mit einer weiteren Lehrergruppe.

Tag101 Schulleiterwechsel

Ich werde demnächst immer früh in der Schule sein wollen. Der Stau heute war einfach unglaublich. Nur weil ich erst um 9:00 hier sein sollte. Ddee erst dann wird Mrs. Kristiani als neue Leiterin begrüßt.

Mit Glück hätte ich am Nachmittag noch einen Unterricht besuchen und besprechen können. Bis dahin ist die Schule kaum arbeitsfähig. Es reichte aber statt dessen immerhin für eine weitere Lehreinheit für meine Gruppe 2. Eine Stunde Gruppenpuzzle üben.

Die Übung war ganz spannend, aber mit dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit kam gut an. Wie typische Schüler auch waren sie tief eingestiegen und wollten gar nicht aufhören. Sie hatten völlig vergessen dass wir eine Methode übten. Scheinbar passt das Gruppenpuzzle hier gut.

Meine Wartezeit dürfte ich im Schulleiterbüro sitzen. Die Möbel hier im Büro sind beeindruckend. Ganz im Gegensatz zu den Möbeln in den Klassenzimmern. Hierarchie ist scheinbar auch zu zeigen.

Die Zeremonie oder Übergabe des Amtes war feierlich stimmungsvoll und lustig. Viele Tanzeinlagen neben den Reden. Und viele Lehrer die nachher noch Karaoke gesungen haben. Sobald Musik läuft und ein Mikrofon da ist wird hier gesungen. Nicht nur von guten Sängerinnen und Sängern. Aber auch sehr gute waren dabei.

Morgen dann 7:00 der erste Unterrichtsbesuch. Hoffentlich ist mein Fahrer pünktlich.

Tag100 time is running

Jetzt schon 100 Tage Sabbathjahr. Es bleiben also weniger als 300 übrig, aber egal, denn bislang habe ich die Zeit gut nutzen können und wie es aussieht geht es auch so weiter.

Heute in meiner SMK14 hier in Jakarta konnte ich endlich einmal 90 Minuten Unterricht in meiner Gruppe 2 abhalten. Gleich habe ich einen Unterrichtsbesuch und heute nachmittag noch einen. Ein ungewöhnlich arbeitsreicher Tag. -wenn es denn so kommt wie geplant –
Meist wurden Pläne kurzfristig geändert. Morgen ist geplant, dass die neue Schulleitung eingeführt wird. Unterricht gibt es vielleicht noch am Nachmittag. Aber wahrscheinlich nicht.

Es ist anstrengend zu unterrichten, wenn man die Landessprache nicht spricht und einer der „Schüler“ übersetzen muss, weil nur zu wenige Lehrer ausreichend Englisch sprechen oder verstehen. In 90 Minuten haben wir die Unterrichtsbesuche für die Woche organisiert. Danach konnten wir eine Gruppenpuzzel Übung machen. Thema: was gehört zu einer guten Präsentation.

Wichtig war mir dann noch das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Hierzu bietet sich ein Video als Einleitung an. Daraufhin können die Schüler sich dann Themenbereiche als Vertiefungspunkte für die Expertengruppen herausarbeiten. Mit den Lehrern hat dies ganz gut funktioniert. Das Thema ist hier genauso wichtig wie in Deutschland. Aber die Resultate in den Strassen von Jakarta sind noch nicht so präsent.