Tag209 Zeit zu haben genießen

Gestern war ein Tag, an dem ich die Zeit verschenkt habe. Ich habe sie mir geschenkt. Den Vormittag auf dem Sofa, dann einen langen Spaziergang, leider mit Hund. Anschließend etwas für die Tansania Reise kommunizieren und viel im Internet surfen. Gedanken wandern lassen. Abends konnte mich unsere Tochter sogar zum gemeinsamen Video gucken überreden. Weiterlesen „Tag209 Zeit zu haben genießen“

Tag189 Rentnerdasein üben

Der letzte Weihnachtsfeiertag liegt hinter mir. Juhu, wieder geschafft und ein Jahr Pause damit. Auf DLF habe ich heute noch eine schöne Satire Sendung zum Thema Weihnachtsmuffel gefunden.
Nachdem vorgestern das Brauen und gestern das Backen anstand habe ich mich heute wieder dem Aufräumen und meinem PC gewidmet.
Ich suchte erst einmal eine Software, mit der man eine Quellen- und Belegdatenbank einfach führen kann. Da ich derzeit viel recherchiere fehlt mir noch ein einfaches Tool um mit den Quellen so um zu gehen, dass ich sie erstens wiederfinde und zweitens auch nennen kann, sollte ich mal einen Aufsatz dazu verfassen.
Thema Eins war heute die Geldanlage in Nachhaltigen Unternehmen. Zum Beispiel Fleichsersatz Lebensmittel, Vegetarische Kost oder Bio Produkte. Auch interessant finde ich Wasserstoff produzierende Unternehmen oder Brennstoffzellen Forscher.
Nebenbei bin ich auf die Idee gestoßen, das man auch innovative Recycling Unternehmen zu den „Grünen“ Unternehmen zählen kann.
Zweites Thema mal wieder die Suche nach Genossenschaften oder dem richtigen Weg eine Eigene zu gründen. Hier will ich gerne ökologisches Bauen mit sozialem, generationengerechtem Leben kombinieren.

Nachmittags dann erneut eine kleine Simpelshow erstellt. An meinen „Erfolg“ mit einem kurzen Video vor Jahren anküpfend habe ich ein Erklärstück zur Waschmaschinen Reparatur versucht. Vielleicht kann ich das nächstes Schuljahr ja mal zur Einleitung in den E-Technik Weißgeräte Unterricht einbringen. Es ist so oberflächlich, dass eigentlich kaum technischer Nutzen daraus zu ziehen ist. Andererseits kann es dazu führen, sich einen Techniker zu spaen, wenn nur eine Fehlbedienung vorliegt.
Mir bringt es Spaß.

Und ich bin zufrieden mit mir, eine Stunde spazieren gehen durch den Wald und eine halbe Stunde mit dem Rad. So viel Bewegung hatte ich lange nicht mehr, außer im Urlaub in Nepal.

 

Tag184 Neues lernen und probieren

Endlich habe ich mal wieder Neues ausprobiert. Schon seit langem, schon vor Beginn meiner Auszeit wollte ich die Simpleshow als Lehr- und Lernmedium ausprobieren. Nun habe ich mich endlich dran gemacht. Mit der freeware Version gestartet und nach einem Tag schon die erste Lizenz erworben. Mit der kostenlosen Version ließen sich ganz ordentlich die ersten Videos erstellen und mit einer schlechten Computerstimme vertonen. Mit der Fun Lizenz kann dann selber ein Text eingesprochen werden.

Zusätzlich ist jetzt Weihnachtszeit, sprich die Kinder haben Ferien, das Essen wir noch besser und der Bedarf, mehr Zeit zusammen zu verbringen steigt exponentiell.
Das ist offen gestanden nicht meine Lieblingszeit. Ich brauche immer genügend Stunden für mich.
Glück, dass mein neuer (aufgearbeiter gebrauchter) Laptop nach der Reparatur wieder hier ist und auch das entsprechende Ladegerät wieder hier ist. So kann ich wenigstens in unserem Familienzimmer sitzen und trotzdem was alleine machen. Ich mag einfach kein Fernsehen mehr. Da entsteht dann auch dieser Blog Eintrag.

Ein weiteres kleines Erfogserlebnis halte ich heute noch für mich fest. Seit drei Jahren liegt ein google Chromecast Adapter für unser TV Gerät herum. Im alten Haus am alten Router habe ich den nie zum Arbeiten überreden können. Heute hier am Kabel-Internet Router von Vodafone läuft er. Wenn auch beim Video Streaming etwas ruckelig. Aber jetzt kann ich meine Familie wenigstens gelegentlich mit von mir erstellten Videos am großen Bildschirm langweilen.

Tag182 Tansania Projekt planen

Gestern hatten wir ein gutes und und wichtiges Meeting zwischen vier Beteiligten an unserem Entwicklungsort Mwika in Tansania. Die Heikendorfer sind mittlerweile seit 1985 als Kirche dort aktiv, der Rafiki Verein seit etwa 2007 und wir mit „Tansania Zukunft durch Sonne „seit 2010. Zusätzlich ist die Bibeku als Bildungseinrichtung für ehemals „weltwärts“ und jetzt dem Roten Kreuz in der Region aktiv. Dort werden viele Langzeitpraktikant*innen (12Monate) eingesetzt. Insgesamt ein schön großes Geflecht an Hilfen und Partnerschaften aus Schleswig Holstein. Die Liste ist aber nicht vollständig, denn es gibt noch weitere Organisationen für Bildung, Kreditwesen und ärztliche Versorgung.

Diese Fülle an Partnern hat aber auch seine Tücken, denn wie koordiniert man seine Arbeit ohne Partner hier oder in Tansania zu verwirren oder gar zu ärgern. Darum war das Treffen besonders wichtig.
An einer beruflichen Schule, die KIUMO in Uuwo (Mwika) wurde von dem Kirchenkreis Heikedorf initiiert und wird noch immer gefördert. Dort sollen zukünftig weitere Berufe, neben den vorhandenen Tischlern, Schneidern und Bürokräften ausgebildet werden. Mechaniker und Zweiradmechaniker werden gebraucht. In absehbarer Zeit, hoffe ich, werden dort auch Elektriker ausgebildet. Mit dem Schwerpunkt der dezentralen elektrischen Energieversorgung wäre das sehr hilfreich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Und genau hier setzt eines unserer Projekte an. Wir wollen die Energieversorgung der Schule mit Hilfe von PV Anlagen sichern. Diese Anlagen sollen so installiert werden, dass sie als Lernobjekte für die späteren Auszubildenden genutzt werden können. Die Förderung durch die Bingo Lotterie ist uns gerade zugesagt worden. Jetzt fehlt nur noch unser Eigenanteil. Leider sind die Kassen dieses Mal nicht so gut gefüllt, so dass unser heutiger Projektabend mit der Reisegruppe unter dem Hauptpunkt „fehlendes Geld“ abgehalten werden muss.
Ein leidiges Nebenthema sind die vermutlich notwendigen Business Visa zur Einreise. Leider konnte ich die tansanische Botschaft bis dato nicht erreichen, die Warteschleife bittet kontinuierlich, es doch später wieder telefonisch zu versuchen.
Wenn alle 19 Reisenden ein Visum für 250$ brauchen, dann werden wir nicht um eine kräftige Erhöhung der Zuzahlung herum kommen. Ein Touristen Visum kostet lediglich 50$.
Ich bin gespannt wie wir dieses Problem lösen werden.

Tag103 nebenbei Nachhaltigkeit schulen

Lehrreiches, einfach gehalten und auch für Übersetzung in Indonesien geeignetes Video zur Nachhaltigkeit. Dies könnte ich gestern als Input für die Methoden Übung einsetzen.

Das Thema Umweltschutz ist an den Schulen ein aktuelles und immer wichtiger werdendes Thema. Es eignet sich also gut für die anzuregen den Diskussionen mit Lehrern.

Toll finde ich, dass sie schnell den Mangel an Trinkwasser und das Absinken großer Teile Jakarta ansprechen. Eine vorgeschlage Lösung soll sein, Löcher in den Buden zu bohren und so das Regenwasser in den Boden zu leiten. Versiegelung ist hier ein echtes Problem. Ich bezweifle aber, dass einige Löcher dieses Problem lösen können.

Trotzdem gut, wenn viel über Nachhaltigkeit und Umweltschutz gesprochen wird.

Tag102 ich bin müde

Seit zehn Tagen in Jakarta. Viel bewegen, ausser gelegentlich spazieren zu gehen, tue ich mich nicht. Viel lesen in der Abendzeit, Hörbuecher geniessen und mit den anderen SES Kollegen debattieren. So sieht der Tag neben meiner Schulzeit aus. Dazwischen gibt es häufig etwas leckeres zu essen. Indonesische Küche schmeckt mir meistens gut, ich muss nur aufpassen, denn es kann sehr scharf gewürzt sein. Heute Abend soll es auf Wunsch der Kollegen mal Hamburger geben. Auch ich vermisse einige Dinge, Bier gibt es zwar in speziellen shops, aber gestern suchte ich dann erstmalig auch Schokoriegel. Man ist halt doch schon irgendwie abhängig.
Durch diese gemütlichen Tage hat der Einsatz hier auch etwas von Urlaub. Im Urlaub bin ich auch meist müde und abgeschlagen.

Hier in der SMK14 kan ich heute weitere drei Unterrichte besuchen und die Feedbacks der LehrerInnen zur Erprobung der Gruppenpuzzel Methode einholen. Jede, jeder setzt die gemeinsam erarbeitete Methode anders ein. Meist funktioniert es aber ganz ordentlich. Das Ziel, dass die SchuelerInnen selbstaendiger denken und freier Zusammenfassungen formulieren scheint erreichbar zu sein.

Naechste Woche dann das gleiche Thema mit einer weiteren Lehrergruppe.

Tag100 time is running

Jetzt schon 100 Tage Sabbathjahr. Es bleiben also weniger als 300 übrig, aber egal, denn bislang habe ich die Zeit gut nutzen können und wie es aussieht geht es auch so weiter.

Heute in meiner SMK14 hier in Jakarta konnte ich endlich einmal 90 Minuten Unterricht in meiner Gruppe 2 abhalten. Gleich habe ich einen Unterrichtsbesuch und heute nachmittag noch einen. Ein ungewöhnlich arbeitsreicher Tag. -wenn es denn so kommt wie geplant –
Meist wurden Pläne kurzfristig geändert. Morgen ist geplant, dass die neue Schulleitung eingeführt wird. Unterricht gibt es vielleicht noch am Nachmittag. Aber wahrscheinlich nicht.

Es ist anstrengend zu unterrichten, wenn man die Landessprache nicht spricht und einer der „Schüler“ übersetzen muss, weil nur zu wenige Lehrer ausreichend Englisch sprechen oder verstehen. In 90 Minuten haben wir die Unterrichtsbesuche für die Woche organisiert. Danach konnten wir eine Gruppenpuzzel Übung machen. Thema: was gehört zu einer guten Präsentation.

Wichtig war mir dann noch das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Hierzu bietet sich ein Video als Einleitung an. Daraufhin können die Schüler sich dann Themenbereiche als Vertiefungspunkte für die Expertengruppen herausarbeiten. Mit den Lehrern hat dies ganz gut funktioniert. Das Thema ist hier genauso wichtig wie in Deutschland. Aber die Resultate in den Strassen von Jakarta sind noch nicht so präsent.