Tag153 zwei Welten

Kaum wieder zu Hause beginnt das tägliche Leben. Die Kinder haben, wie es sich gehört, mehr Interesse an ihren Erlebnissen und vor allem eigenen Wünschen. Meine Erlebnisse in Nepal sind nicht wichtig. Für mich schon, aber die üblichen Probleme zu Hause heben einen Teil der Entspannung schnell auf. Lisa ist noch immer durch pubertäres Verhalten gefangen. Suchen nach Liebe, Anerkennung und Selbständigkeit ist für den Rest der Familie eine tägliche Herausforderung. Wie erzieht man so angespannt liebevoll? Es bleibt spannend.

Mich selbst hat nach der Heimkehr nun doch noch das Magenproblemen erwischt. Ob ich die Flugzeugkost nicht vertragen habe? Geschmeckt hat es zumindest dieses Mal nicht. Vielleicht ist es auch nur die Anspannung nach der Entspannung.

Der gestrigen Tag war für die Jetlag Behandlung zu voll. Verkauf von Teilen aus dem alten Haus, aufräumen in beiden Häusern, ehemalige Nachbarn besuchen, ein Advent Fest in Brokdorf besuchen, zu spät zur eigenen Abschiedsfeier bei der Feuerwehr zu kommen und abends dann noch auf Glühwein und Räucherfisch zu unseren neuen Nachbarn gehen. Lange habe ich dort am Lagerfeuer leider nicht mehr ausgehalten.

Schade,dass der Schlaf zu früh endete. Vermutlich wird der Sonntag nicht so angenehm wie er hofft. Nachmittags sind wir bei anderen Nachbarn eingeladen. Mal schauen was ich vorher noch erledigen kann.

Tag153 Rückkehr in Itzehoe

Gestern Abend 23:30 war ich zu Hause. Zum Glück von meiner besseren Hälfte in Hamburg abgeholt und somit vom schweren Gepäckstück entlastet. Allerdings bin ich nach vier Stunden wieder wach, wenn auch sehr müde.

Was tut man dann am Besten? Auspacken und aufräumen. Außerdem höre ich einige im Urlaub begonnen Hörbücher zu Ende. Derzeit ein ziemlich alter Ratgeber, wie man mit Umwelt gerechten Verhalten sogar noch bares Geld sparen kann von Andreas Schlumberger (2008). Die Inhalte stimmen noch immer. Mit 50 einfachen Tipps kann jeder, auch ich, viel für unsere Umgebung und Kinder tun.

To Do also sind einfache Energiesparmssnahmen zu Hause, Verringerung von Fleisch im Essen und Einkauf von weniger Chemie Gemüse und Obst. Und wenn man die Umweltschäden durch Baumwolle betrachtet, dann muss ich weniger oft neues einkaufen gehen oder Leinen bevorzugen. Aber einiges werde ich mir und uns weiter erlauben. Reisen bildet. Kurze Wege fahren wir aber schon jetzt per Bahn oder Bus. Langstreckenflüge kann ich zumindest über atmosfair ein wenig ausgleichen. Mein letzter Ausgleich fließt in die Förderung von Biogasanlagen von ländlich lebenden Nepali. Kochen mit Gas statt Holz ist dort weit verbreitet und spart nachhaltig Holz.

Tag151 Katmandu

Nach einer angenehmen Fahrt im Bus von Bandipur nach Katmandu sind wir im Holy Himalaya abgestiegen. Eine riesige Stupa war unser erstes Ziel. Auffällig ist dass hier deutlich aufdringlicher verkauft wird. Das Tourismus Viertel, in dem auch unser Hotel liegt, ist auf Kurzzeitige Aufenthalte eingerichtet. Viele Geschenke und Andenken können hier vor der Rückreise erstanden werden. Gefühlt gibt es vier unterschiedliche Geschäfte die sich periodisch aneinanderreihen. Dazwischen Restaurants,Hotels und Bars. Die Straßen sind sehr voll. Allerdings kaum mit Privat PKW. Taxis und Mopeds sind allgegenwärtig, vereinzelt, vor allem abends, sieht man Rikschas mit sehr alten Fahrern.

Den Abend aßen wir im Indischen Restaurant the third eye sehr gut. Die Rückreise und das Feedback stehen im Mittelpunkt meiner Gedanken.

Tag146 Annapurna Mon Village

In unserer komfortablen Lodge, finanziert vom Franzosen Thomas in Kooperation mit dem umtriebiegen Nepali Bassanta, liege ich schon mehr als eine Stunde wach. Ich scheine wieder fit zu sein, denn meine typischen sechs Stunden Schlaf reichten aus. Noch etwa eine halbe Stunde, dann kommt die Sonne raus und ich werde die Berge beobachten und sicher einige Bilder knipsen.

Bis dahin kann ich mal wieder in Ruhe Zeitung lesen. Der Online Zeitung als e paper sei Dank. In der Heimat gibt es einige Themen, zu denen ich Gedanken formulieren konnte. Es ist schön, auch dafür Mal wieder Zeit zu nutzen. Zeit zum Nachdenken ist wichtig, ein wenig mehr Zeit als sonst habe ich hier dazu. Und neue Ideen wachsen heran, alte werden überdacht.

Der Plan heute lautet, dass wir zwei Flüge machen. Vermutlich ohne viel Thermik. Gestern ging es mir beim Fliegen sehr gut, ich hoffe auch heute entspannt zu bleiben. Dennoch wächst meine Überzeugung, dieses Hobby demnächst aufzugeben. Der Reiz des Neuen ist vorbei. Ich habe schöne Erlebnisse an Winde, Küste und verschiedenen Bergen genossen. Leider wird man aber älter und ich nicht fitter.

Mal schauen welche altersgerechten Hobbys neben dem Brauen von Bier ich zukünftig austeste. Modellbau, Radfahren oder Schreiben stehen derzeit auf der Wunschliste.

Aber vorerst genieße ich die drei letzten Flugtage hier in Nepal.

Tag145 Annapurna

Heute warteten wir sehr lange auf das Frühstück weil die Abrechnung der Getränke der letzten Tage andauert. Kopfrechnen ist nicht die Stärke der Service Kraft. Dafür gab es dann hausgemachtes nepalesisches Brot. Eine Art Schmalzgebäck und sehr lecker.

Vorher hat uns Goma wieder Yoga beigebracht. Schon der dritte Morgen, und es sollte entspannen. Ich war wieder völlig geschwitzt und erschöpft. Aber mit einer attraktiven Lehrerin hält man sich länger durch. Ich freue mich, dass es morgen Abend weiter gehen soll. Und das, obwohl wir den Aufenthaltsort verlegen mussten. Wir sind jetzt in Ghachok in Sichtweite zum Annapurna Berg.

Eine scheinbar schöne Lodge (es war schon dunkel bei der Ankunft) mit gutem Essen und netten Besitzern. Thomas aus Frankreich und Bassante aus Nepal kooperieren hier.

Die Herfahrt war lang und ermüdend. Im Geländewagen sitzt man sehr unbequem und das Reise Tempo ist aufgrund der schlechten Straßen sehr niedrig. Aber es lohnt sich hoffentlich.

Nach gutem Abendessen, einem Bier am Lagerfeuer und einer warmen Dusche liege ich im Bett und genieße es, mehr als neun Stunden liegen bleiben zu können. Es geht mir auch wieder deutlich besser, nachdem ich einen guten Kaffee auf der Reise trinken konnte. Selbst gepflanzt, geerntet und geröstet schmeckte der Kaffee so gut, dass ich gleich noch teure Bohnen für zu Hause mitgenommen habe.

Tag143 ich schaffte 200 Höhenmeter

Gestern war ich noch gestresst beim Fliegen. Heute haben wir mein Gurtzeug neu und besser eingestellt. Ich saß besser und konnte etwas weniger angespannt meine Manöver fliegen.

Somit konnte ich heute ruhiger meine Runden drehen und einen stabilen Bart hochdrehen. Mit einigen Tipps von Eugen und Achim gelang es mir ohne viel Drehwurm Übelkeit über 400 m zu steigen. Dann war eine Wolke im Weg und ich musste diese Thermik verlassen. Immerhin 200m über dem Startplatz.

Nach einem gefühlt sehr langem Flug, der aber laut Computer nur 20 Minuten dauerte, bin ich sicher am Landeplatz angekommen. Dort benötige ich mindestens die gleiche Zeit um wieder körperlich runter zu kommen. Mein Kreislauf spielt leider derzeit nicht ganz so gut mit.

Am Nachmittag, als alle Teamkollegen nach zum Teil über zwei Stunden Flugzeit gelandet waren, begann die Jeep Tour zurück zu unserer Lodge. Über eine Stunde dauert dies über sehr schlechte Straßen.

Da ist man in Nepal, direkt vor dem Himalaya, und braucht jeweils einen Tag für einen Gleitschirm Flug mit 800m Höhenunterschied zwischen Start und Landung. Echt verrückt.

Andererseits fahren Andere auch nur zum Entspannen hier her. Und wir haben heute Morgen sogar noch 90 Minuten Yoga gelernt. Die nächsten beiden Tage geht der Kurs weiter. Die Schwägerin von Babu , Goam, eine sehr biegsame junge Frau, leitet uns an. Anstrengend aber gut.

Ob ich dieses Flug Hobby noch lange weiter ausführen werde? Ich bekomme allmählich Zweifel. Mein Wohlfühlfaktor ist nicht so hoch, wenn ich dieses leise Gleiten durch die Luft auch toll finde. Aber die Abspannung und meine fehlende Kondition stören mich sehr. Zusätzlich ist die Umwelt Bilanz sicher nicht gut. Sanfter Tourismus sieht anders aus.

Tag141 gutes Frühstück

Heute wollen wir Früh los um möglichst zwei Gleitflüge absolvieren zu können. Problem wird sein, dass beim ersten Flug die Thermik noch schwach und beim letzten Flug wieder schwach ausgeprägt sein kann. Für mich fast kein Unterschied, denn auch gute Thermik kann ich noch nicht wirklich nutzen. Dazu braucht es deutlich mehr Übung als ich es habe.

Die nächsten Tage soll es aber zu anderen Startplätzen gehen an denen die Bedingungen anspruchsvoll aber thermisch gut sind. Ich bin gespannt.

Morgen Früh um 7:00 fahren wir los und verlassen unser Luxushotel. Das finde ich gut, denn drei Tage Luxus Rundumservice genügen mir. Ich mag es etwas spartanischer, dann fühle ich mich nicht so sehr wie ein Eindringling in der Welt der Gastgeber.

Jetzt noch Heimat Zeitung lesen, der online Zeitung sei Dank, danach auf den Saragkot Berg gefahren werden und schön ins Tal gleiten. So ist der Plan.