Tag204 Fahrdienste

Wenn man zu Hause ist, dann ist man auch gerne als Taxi unterwegs. Oder zumindest habe ich mal mehr Zeit meine Familie zu verschiedenen Terminen zu begleiten. Montag also in Hamburg, Dienstag dann Hamburg, gestern mal nichts, heute dann Neumünster und innerhalb Itzehoes.
Manchmal, wie heute fällt dann was Schönes für mich dabei ab. So habe ich mir heute ein neues gebrauchtes E-Bike kaufen können.
Gelangweilt auf der Suche nach Zeitvertreib aus Gewohnheit mal wieder in einen Fahrradladen gegangen und Falt-E-Bikes gesucht. Dort stand sogar eines und es war groß genug für mich. Nur brauche ich eigentlich gar keines mehr. Das Hobby, für welches ich lange ein entsprechend klappbares Bike gesucht habe, das betreibe ich nicht mehr.
Auf meine Frage nach gebrauchten E-Bikes, möglichst ein gutes Trecking Fahrrad bekam ich voller Überraschung, eine positive Antwort.
Und so steht hier nun ein ca sechs Monate altes, genau auf meine Körpergröße passendes und toll fahrendes Fahrrad. Ich freue mich schon auf die nächsten Ausfahrten. Vielleicht ja schon morgen, wenn der Nieselregen aufhören sollte.
Gleich, bevor mein Tansania Vorbereitungstreffen startet werde ich noch den Akku anschließen und es voll laden lassen.
Aber zum Treffen fahre ich noch mit dem alten E-Esel von meiner Frau. Die Freude bleibt dann für Morgen.

 

Tag189 Rentnerdasein üben

Der letzte Weihnachtsfeiertag liegt hinter mir. Juhu, wieder geschafft und ein Jahr Pause damit. Auf DLF habe ich heute noch eine schöne Satire Sendung zum Thema Weihnachtsmuffel gefunden.
Nachdem vorgestern das Brauen und gestern das Backen anstand habe ich mich heute wieder dem Aufräumen und meinem PC gewidmet.
Ich suchte erst einmal eine Software, mit der man eine Quellen- und Belegdatenbank einfach führen kann. Da ich derzeit viel recherchiere fehlt mir noch ein einfaches Tool um mit den Quellen so um zu gehen, dass ich sie erstens wiederfinde und zweitens auch nennen kann, sollte ich mal einen Aufsatz dazu verfassen.
Thema Eins war heute die Geldanlage in Nachhaltigen Unternehmen. Zum Beispiel Fleichsersatz Lebensmittel, Vegetarische Kost oder Bio Produkte. Auch interessant finde ich Wasserstoff produzierende Unternehmen oder Brennstoffzellen Forscher.
Nebenbei bin ich auf die Idee gestoßen, das man auch innovative Recycling Unternehmen zu den „Grünen“ Unternehmen zählen kann.
Zweites Thema mal wieder die Suche nach Genossenschaften oder dem richtigen Weg eine Eigene zu gründen. Hier will ich gerne ökologisches Bauen mit sozialem, generationengerechtem Leben kombinieren.

Nachmittags dann erneut eine kleine Simpelshow erstellt. An meinen „Erfolg“ mit einem kurzen Video vor Jahren anküpfend habe ich ein Erklärstück zur Waschmaschinen Reparatur versucht. Vielleicht kann ich das nächstes Schuljahr ja mal zur Einleitung in den E-Technik Weißgeräte Unterricht einbringen. Es ist so oberflächlich, dass eigentlich kaum technischer Nutzen daraus zu ziehen ist. Andererseits kann es dazu führen, sich einen Techniker zu spaen, wenn nur eine Fehlbedienung vorliegt.
Mir bringt es Spaß.

Und ich bin zufrieden mit mir, eine Stunde spazieren gehen durch den Wald und eine halbe Stunde mit dem Rad. So viel Bewegung hatte ich lange nicht mehr, außer im Urlaub in Nepal.

 

Tag182 Tansania Projekt planen

Gestern hatten wir ein gutes und und wichtiges Meeting zwischen vier Beteiligten an unserem Entwicklungsort Mwika in Tansania. Die Heikendorfer sind mittlerweile seit 1985 als Kirche dort aktiv, der Rafiki Verein seit etwa 2007 und wir mit „Tansania Zukunft durch Sonne „seit 2010. Zusätzlich ist die Bibeku als Bildungseinrichtung für ehemals „weltwärts“ und jetzt dem Roten Kreuz in der Region aktiv. Dort werden viele Langzeitpraktikant*innen (12Monate) eingesetzt. Insgesamt ein schön großes Geflecht an Hilfen und Partnerschaften aus Schleswig Holstein. Die Liste ist aber nicht vollständig, denn es gibt noch weitere Organisationen für Bildung, Kreditwesen und ärztliche Versorgung.

Diese Fülle an Partnern hat aber auch seine Tücken, denn wie koordiniert man seine Arbeit ohne Partner hier oder in Tansania zu verwirren oder gar zu ärgern. Darum war das Treffen besonders wichtig.
An einer beruflichen Schule, die KIUMO in Uuwo (Mwika) wurde von dem Kirchenkreis Heikedorf initiiert und wird noch immer gefördert. Dort sollen zukünftig weitere Berufe, neben den vorhandenen Tischlern, Schneidern und Bürokräften ausgebildet werden. Mechaniker und Zweiradmechaniker werden gebraucht. In absehbarer Zeit, hoffe ich, werden dort auch Elektriker ausgebildet. Mit dem Schwerpunkt der dezentralen elektrischen Energieversorgung wäre das sehr hilfreich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Und genau hier setzt eines unserer Projekte an. Wir wollen die Energieversorgung der Schule mit Hilfe von PV Anlagen sichern. Diese Anlagen sollen so installiert werden, dass sie als Lernobjekte für die späteren Auszubildenden genutzt werden können. Die Förderung durch die Bingo Lotterie ist uns gerade zugesagt worden. Jetzt fehlt nur noch unser Eigenanteil. Leider sind die Kassen dieses Mal nicht so gut gefüllt, so dass unser heutiger Projektabend mit der Reisegruppe unter dem Hauptpunkt „fehlendes Geld“ abgehalten werden muss.
Ein leidiges Nebenthema sind die vermutlich notwendigen Business Visa zur Einreise. Leider konnte ich die tansanische Botschaft bis dato nicht erreichen, die Warteschleife bittet kontinuierlich, es doch später wieder telefonisch zu versuchen.
Wenn alle 19 Reisenden ein Visum für 250$ brauchen, dann werden wir nicht um eine kräftige Erhöhung der Zuzahlung herum kommen. Ein Touristen Visum kostet lediglich 50$.
Ich bin gespannt wie wir dieses Problem lösen werden.

Tag180 Alltag vor Weihnachten

Zum Jahresende ist eigentlich immer viel zu erledigen. Ich habe dieses Jahr viel Glück und muss nur einige Taxi Dienste zu Ärzten und Therapeuten leisten. Meine Weihnachtsfeier konnte ich zu Fuß erreichen. Das Grüne Lastenrad ist zur Werkstatt gebracht und die politischen Termine für dieses Jahr sind erledigt. Aktuell steht nur noch die Reiseplanung für unser SES Nachtreffen im Januar an.
Danach geht es im Februar nach Tansania. Die Reiseplanung hat sich etwas verändert, aber da wir dieses Jahr den Luxus haben, dass ein Reisebüro für uns die Flüge bucht, hielt sich der Aufwand in Grenzen. „Emirates“ fliegt den Int. Airport Kilimandscharo leider nicht mehr direkt an, so dass wir nun über Daressalam einreisen müssen.
Die Förderzusage von Bingo für unsere geplante PV Anlage auf der Kiumo Berufsschule vor Ort hat uns letzte Woche endlich erreicht. Wenn wir es in unserer morgigen Besprechung schaffen, die Zusammenarbeit der beteiligten Hilfs- und Management Organisationen zu koordinieren, dann muss nur noch der Lieferant in Tansania mitspielen. Dann haben wir eine reelle Chance, die Anlage im Februar in Betrieb zu nehmen. In Tansania ist so eine kurze Lieferzeit durchaus realistischer als in Deutschland.

Donnerstag dann das letzte Treffen mit den Mitreisenden SchülerInnen, von denen sich leider erneut schon wieder viele entschuldigt haben. Ich frage mich manchmal, ob einigen die Reise wichtig genug ist. Die Mitarbeit lastet mal wieder auf wenigen Schultern. Aber dieses Verhalten erlebe ich leider sehr häufig bei Gruppenveranstaltungen, nicht nur bei Jugendlichen.
Immerhin hat der Tansania Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Itzehoe letzten Samstag stattgefunden. Viele gespendete Preise konnten mit Hilfe eines Glücksrades verspielt werden. Die Einnahmen können nun der PV Anlage und der Baumpflanzaktion in Tansania zu Gute kommen.
Übrigens erreichte uns eine überraschende, sehr große Spende über die crowdfunding Plattform. Ein regionaler Betrieb spendete 500€ – Danke.

E Autos und Gegenargumente

Allmählich gehen den Auto Gegnern die Argumente aus. Aber ich bin sicher, da kommen noch andere Argumente.  Festhalten am Gewohnten ist halt für viele der Normalfall. Geht mir übrigens auch oft so. Wenn ich einen neuen PC oder Smartphone bräuchte,  finde ich auch genug Gründe das aufzuschieben. 

Zur Sache: 3900 Liter Wasser wird zur Gewinnung des Lithium einer 64kWh Batterie benötigt. Das hört sich viel an. Diese Wassermenge wird zb. auch zur Herstellung von 250g Steak verbraucht. Ein Stück Fleisch ist aber deutlich schneller verbraucht als die Batterie. 

Dazu der Bericht im Tagesspiegel

Tag153 Rückkehr in Itzehoe

Gestern Abend 23:30 war ich zu Hause. Zum Glück von meiner besseren Hälfte in Hamburg abgeholt und somit vom schweren Gepäckstück entlastet. Allerdings bin ich nach vier Stunden wieder wach, wenn auch sehr müde.

Was tut man dann am Besten? Auspacken und aufräumen. Außerdem höre ich einige im Urlaub begonnen Hörbücher zu Ende. Derzeit ein ziemlich alter Ratgeber, wie man mit Umwelt gerechten Verhalten sogar noch bares Geld sparen kann von Andreas Schlumberger (2008). Die Inhalte stimmen noch immer. Mit 50 einfachen Tipps kann jeder, auch ich, viel für unsere Umgebung und Kinder tun.

To Do also sind einfache Energiesparmssnahmen zu Hause, Verringerung von Fleisch im Essen und Einkauf von weniger Chemie Gemüse und Obst. Und wenn man die Umweltschäden durch Baumwolle betrachtet, dann muss ich weniger oft neues einkaufen gehen oder Leinen bevorzugen. Aber einiges werde ich mir und uns weiter erlauben. Reisen bildet. Kurze Wege fahren wir aber schon jetzt per Bahn oder Bus. Langstreckenflüge kann ich zumindest über atmosfair ein wenig ausgleichen. Mein letzter Ausgleich fließt in die Förderung von Biogasanlagen von ländlich lebenden Nepali. Kochen mit Gas statt Holz ist dort weit verbreitet und spart nachhaltig Holz.

Tag137 Abreisetag nach Nepal

Ich weiß, es ist absolut klimaschädlich und politisch unkorrekt was ich heute machen werde. Ich fliege mit Türkisch Airlines zum Sport (Gleitschirmfliegen) nach Nepal.

Insbesondere als aktiver Grüner muss ich mich der Kritik stellen.
Zeitlich geht es nur jetzt, denn die jährlich angebotene Reise der Flugschule findet immer im November statt und ist somit für einen arbeitenden Lehrer nicht machbar.
Der Reiseleiter ist 72 Jahre alt und wird diese Tour sicherlich nicht mehr allzu lange anbieten. Eine Bergwanderung, die sonst immer Bestandteil war, findet dieses Mal schon nicht mehr statt.

Ich war noch nie im Himalaja und möchte auch keine hohen Berge erklimmen. Aber ich freue mich riesig auf die Gleitflüge durch die Täler. Mit den Vögeln auf einer Ebene, ohne Lärm und mit geringer Umweltbelastung vor Ort.

Meinem zweiten Interesse kommt die Reise auch entgegen. Wir werden eine Grundschule besuchen, mit der die Flugschule seit Jahren zusammenarbeitet. Nach dem letzten großen Erdbeben wurde viel Geld über die Flugschule gesammelt um die Schule in Gachok wieder aufbauen zu können. Ich bin gespannt darauf, auch in Nepal einen kleinen Einblick in das Schulsystem erhalten zu können.

Ud die Wahl der Fluggesellschaft blieb dem Veranstalter überlassen. Hier hatte ich leider kein Mitspracherecht.

Wie sagten schon wichtigere Menschen: „Reisen bildet“ . Das kann ich bestätigen.

Ich freue mich darauf, dass es heute los geht. Ich bin aber auch sehr aufgeregt, schon wegen der Gepäckgröße (Sportausrüstung). Hoffentlich gibt es nicht schon beim Abflug wieder Diskussionen darüber.