Tag344 Erste Rückblende

Das Sabbathjahr geht allmählich zu ende. Es wird Zeit einen Blick zurück zu werfen.

Was hatte ich mir vorgenommen und was wurde verwirklicht? Wodurch wurde der Verlauf beeinflusst? Kann ich dieses Jahr einer Auszeit weiter empfehlen?

Fange ich heute mit der letzten Frage an. Einfach aus dem Bauch formuliert muss ich sagen, dass es das familiäre Leben ganz ordentlich durcheinander bringt, wenn man plötzlich zu hause ist, statt regelmäßig zur Arbeit außer haus zu gehen. Die Familie reagiert eigenwillig. Es kommt das Verlangen auf, mehr zusammen zu machen, ohne zu wissen, was denn eigentlich. Außhäusige Hobbys oder Reisen oder Fortbildungen werden nicht so gerne hingenommen. Nach einiger Zeit gilt es als normal, dass der Vater,einfach verfügbar ist. Und ich selber hatte wenige Augenblicke, in denen ich bemerkt habe, dass ich mehr Zeit für mich hätte.

Zugegeben, die Situation zwischen Juli 2019 und Juli 2020 hat einige, vorher nicht so geplante Begleiterscheinungen. Wir sind im Juni umgezogen in ein neues Haus in Itzehoe, die Kinder wechselten die Schule und meine Frau wurde frühverrentet. Es traten dementsprechend viele Herausforderungen gleichzeitig zutage. Viel Zeit ging mit dem Umzug und der Räumung des alten Resthofes drauf. Der Verkauf zog sich auch noch bis in den Januar 2020 hin. Oft war ich im alten Gebäude um Interessenten herumzuführen, die Wohnungen und Werkstatt zu räumen und die vermieten Monteurswohnungen zu pflegen. Trotz fehlender Lehrtätigkeit stieg die zeitliche Belastung stark an, statt sich zu reduzieren.

Meinen Englisch Kurs in Oxford, die Rhetorik Seminare und der erste Auslandseinsatz in Indonesien waren schon bestätigt. Ich musste also die heimische Umzugs- und Verkaufsaufwände in Zeiten quetschen, die neben den geplanten Sabbath Terminen stattfinden konnten.

Die Familie, insbesondere die Kinder kamen dadurch zu kurz. Ich freute mich, endlich außer Landes zu kommen und den Stress zu vergessen. Frau und Kinder konnten aber nicht fliehen.

Im Frühjahr 2020 zwang mich die Pandemie, den Simbabwe Einsatz abzusagen. Auch die geplante Familienreise im Sommer wird vermutlich wegfallen. So hocken wir alle im neuen Haus zusammen und fühlen und unwohl. Der alte Luxus eines großen Bauernhauses mit viel Platz drum herum und Werkstätten zum Basteln fehlt hier. Man muss sich neu organisieren und den Wald und die Stadtnähe genießen lernen. Ich habe zwar einen Ersatz zur Beschäftigung gefunden, der mal locker mit zum Sabbat geplant war. Die Restauration eines alten Autos und den Umbau zum E-Mobil kann ich nun durchführen. Es tut mir gut, einen Teil des Tages in der Werkstatt zu verbringen und abends körperlich erschöpft nach Hause zu kommen.

Kritisch gesehen tat das Sabbatjahr dem Familienleben nicht unbedingt gut. Ob es an den zusätzlichen Umständen liegt? Ich kann es nicht sagen. Sicherlich wäre es besser gewesen, ein Jahr Auszeit gemeinsam zu starten und etwas zusammen neu zu erleben und lernen. Aber das hätte meine persönlichen Wünsche, alleine Neues zu erfahren nicht erfüllen können.

In drei Jahren will ich ja erneut ins Sabbatjahr gehen. Was werden wir, was werde ich dann daraus machen?

Tag337 von 355

Nachdem die neue Kamera, eine gebraucht erworbene Sony Alpha 58 die ersten Videos gut aufgenommen hatte musste ich die Einschränkungen des eingebauten Mikros kennen lernen. Zu weit weg und mit meiner leisen Stimme kamen die gesprochenen Worte meines letzten (und ersten) unboxing Videos nur schlecht an. Das Video ist eh wenig interessant, denn ich packte ja bloß die Elektroteile des E-Autos aus und verschaffte mir einen ersten Überblick. Wenn die Teile verbaut werden, dann wird es wichtiger, dies zu dokumentieren. Erstens für den TÜV und zweitens für die Werbung, falls Lars später weitere Autos elektrifizieren möchte.

Um es besser werden zu lassen, zumindest mit der Audioaufnahme, habe ich ein Richtmikro für die Kamera bestellt. Kein teures, aber mit Windschutz. Heute kam es an und funktioniert sogar einigermaßen gut.
Jetzt brauche ich nur den nächsten Anlass für Aufnahmen. Vielleicht führe ich ja mal einige Interviews. Das könnte auch Spaß machen.

Ob wohl die Bürgermeister*innen bei der nächsten ÖPNV Zweckverbandssitzung Fragen vor laufender Kamera beantworten würden? Ich glaube, das würde ein Reinfall werden, denn meine Fragen wären zu kritisch.
Zum Beispiel: “ Wie begründen Sie Ihre Ablehnung eines besseren Busverkehrs den Steinburger Mitbürgern, die nicht in Ihrer Gemeinde wohnen?“

Oder: „Wann haben Sie und Ihre Familie die letzten fünf Bus Fahrten im Kreis Steinburg genutzt?“

 

Tag334 at home

Irgendwie ist es mittlerweile normal, einfach zu Hause zu sein. Das Leben im Sabbat hat sich durch die Reisebeschränkungen stark geändert. Keine Reisen, keine Fortbildungen, nur noch zu Hause bleiben kann anstrengend werden.

Immerhin konnte ich noch rechtzeitig eine Werkstatt anmieten und das Alternativprojekt E-Auto beginnen. So komme ich wenigstens an die staubige Luft.
Es ist auch schön zu erleben, dass die Restauration ganz gut vorn kommt. Meine handwerklichen Fähigkeiten kommen allmählich wieder zum Vorschein.
Heute habe ich auch die Elektronik schon einmal begutachtet, die mir vor zwei Tagen inklusive E-Motor zugestellt wurde.

Hier zu Hause probiere ich nebenbei einige weitere „Unterrichtsmethoden“ aus. Heute musste wieder einmal ein Video erstellt werden. Es ist ein netter Spielkram ohne tieferen Wert.

Ach ja, mit dem Erlernen von Suaheli und auch dem Aufsatz über die Tansania Reisen und Erlebnisse geht es auch langsam voran. Die freie Zeit lässt sich nutzen.

Tag326 wie in Pension

An der Frequenz des Sabbat Blog ist zu erkennen, das nichts Besonderes mehr passiert. Als wenn ich in Pension wäre gehe ich nicht zur Arbeit. Das einzige, aktiv laufende Projekt ist das E-Auto, welches allmählich entsteht. Gestern kamen die ersten elektronischen Komponenten, das Batteriemanagement und einige Adapter per Post. Zeitaufwändig ist und bleibt dabei die Restauration des Oldis.
Zu Hause will ich endlich meine Familie und mich wieder zu einer gesünderen Ernährung bewegen. Wir kaufen zwar fast nur noch biologisch und regional ein, aber das Körpergewicht steigt wöchentlich erheblich an. Zu viel zu Hause zu sein bedeutet auch, immerzu zu essen.

Politisch sind einige Themen für die „Nachcorona“ eit auf meiner Agenda. Da ist der Traum eines kostenfreien Busverkehrs im Kreis. Hier spielen aber zu wenige andere Beteiligte mit, da es ihnen zu teuer erscheint.
Mehr Chancen hat die lange gepflegte und vorbereitete Idee des Regionalgelds. Im Rahmen der Coronafolgen Bearbeitung eignet sich ein lokales Geldsystem durchaus für sozial gerechte Wirtschaftsförderung. Und danach ist es weiterhin ein Treiber lokaler Wirtschaftskreisläufe. Ein oft unterschätztes Mittel für direkte ökologische Verbesserungen, vor allem im Transportsektor. Wirtschaftlich bedeutet es auch eine Chance, die regionalen, lokal ausgerichteten Unternehmen zu stärken. Es können sogar neue Dienste, wie Lieferdienste per Fahrrad entstehen.
Und auch unsere Idee der Wohnungsgenossenschaft mit integrierter Energieversorgung als generationenübergreifende Quartierlösung ist weiter in Vorbereitung. Das heißt, wir planen und informieren uns. Die Werbung um Mitstreiter muss jetzt folgen. Auch müssen Gemeinden oder Städte gefunden werden, die solch eine Idee auch umsetzen wollen. Ich bin mir nicht so sicher, ob dies in Itzehoe derzeit denkbar ist. Gefühlt schielen die Stadträte hier immer noch eher nach EFH Baugebieten um „reiche“ Hamburg Pendler anzulocken. Ein Fehler wie mir scheint.

Nebenbei ist übrigens die Unterstützung der jüngeren Kinder im homeschooling ziemlich anstrengend und zeitaufwändig. Ich kann mir kaum vorstellen wie Familien dies schaffen, wenn beide Eltern parallel dazu auch voll arbeiten müssen. Da ist die Sabbat Zeit wirklich hilfreich.

Tag317 Hamburg ohne Stau

Heute mussten wir erneut nach Hamburg zum Arzt. Ich gestehe, dass wir wieder den PKW genutzt haben, weil ich meine Tochter nicht den Viren im Zug zusätzlich aussetzen wollte. Wie wir das Vertrauen in die ansteckungsfreie Benutzung von Bus und Bahn wieder erlangen können ist mir noch ein Rätsel.
Andererseits ist es überraschend leer auf den Straßen gewesen. Wir starteten um 8.00 Uhr und hatten vollkommen freie Bahn. Energiesparendes dahingleiten mit Tempo 86 war für niemanden ein Problem. Der Zoe hat sich auch nur 13,3 kWh/100 km gegönnt. Das entspricht etwa dem Brennwert (Energiegehalt) von 1,2 Liter Benzin.
Dafür hat das Parkhaus 7,-Euro gekostet. Auf dem Rückweg konnten wir dann noch Teile aus der Werkstatt abholen, Bastelmaterial kaufen, die Nähmaschine zur Reparatur geben und ein Praktikumsplatz für Kim ergattern. Außerdem gab es in Hamburg noch einen leckeren Croque und etwas zu naschen sowie Kaffee. Insgesamt ein ganz schöner Tag, wenn mir auch das Basteln am Ford fehlt, denn schon gestern war anderes zu erledigen und morgen ist 1.Mai Feiertag, so dass die Werkstatt geschlossen bleibt. Samstag will ich dann aber weiter schweißen.

Zum Abschluss des Tages noch ein Treffen mit Peter zur Nachlese unserer Tansania IMG-20200206-WA0008Tour abgehalten. Leider war Denise nicht dabei, aber vielleicht wiederholen wir das morgen. Alles Online natürlich, auf einem Jitsi Server. Ist nicht das Gleiche wie im Garten sitzen und gemeinsam quatschen, aber besser als nichts. Und gemeinsam Bilder am Bildschirm gucken und gemeinsame Erlebnisse noch einmal durchdenken ist immer wieder schön.

 

Tag316 Weniger als 50 Tage bleiben

365 Tage dauert ein Sabbatjahr. Zum Glück gibt es danach noch sechs Wochen Ferien zum wieder eingewöhnen. Da unsere große, das erste Mal sehr große Urlaubsreise vermutlich der Pandemie zum Opfer fällt werden wir halt zu Hause bleiben. Mit Glück kann ich ja vielleicht zum Wohnwagen nach Neustadt Glewe, den haben wir ja wider erwartend noch nicht verkauft. Wenn die Kontakt und Reisebeschränkungen im Juli wieder weg sein sollten kann man da gut die Seele baumeln lassen.

Eigentlich wollte ich heute wieder etwas schweißen, aber da kamen familiäre Pflichten dazwischen, danach noch etwas Politik machen. Durch die Corona Krise kommen einige meiner alten Themen wieder auf. Insbesondere die Einsparung von LKW Kilometern kann mit regionaler Wirtschaftsförderung verbunden werden. Durch die Krise können die kleinen Unternehmen in unserer Region jede Hilfe brauchen. Sollten wir ein Regionalgeld einführen und etablieren, würden wir uns damit bei jeder Bürgerin, jedem Bürger im Kreis mit einer kleinen Summe Danke für die Kooperation während der Krise sagen. Dieses Geld würde sofort umgesetzt werden und durch sein Regionalcharakter auch schnell erneut ausgegeben werden.
Ich hoffe, diese Chance kann jetzt genutzt und das Regionalgeld eingeführt werden.

Morgen dann zum Arzt nach Hamburg, Maske nicht vergessen! Nachmittags hoffentlich ein wenig am Oldi schrauben.

Tag311 Hilfe für Tansania

Es tut sich nicht viel aus Sicht des Sabbatjahres und das merke ich, dass es kaum Einträge in diesem Blog gibt. Vieles spielt sich derzeit auf der Baustelle E-Auto und Corona Politik ab.
Nun bin ich aber über eine wichtige Hilfsaktion gestolpert. Über den Rafiki Verein werden unsere Partner in der Kilimandscharo Region finanziell unterstützt. Vor Ort werden Aufklärung über das Virus (und andere Krankheiten) gefördert. Parallel werden derzeit Waschmöglichkeiten zur Handreinigung aufgestellt. Das ist, wie wir auch in Deutschland gelernt haben, besonders wichtig um die Ausbreitung zu verlangsamen.hilfsaufruf Rafiki gegen Corona

Das große Problem der mangelnden Versorgung in Tansania für intensive medizinische Maßnahmen wird damit zwar nicht gelöst. Aber die grundlegenden Hilfen können wir von hier aus schnell mit nur wenig Geld für jeden Einzelnen, unterstützen.

Zum Glück sind Hygieneregeln und der Umgang mit Ansteckenden Krankheiten in Tansania durchaus bekannt und im täglichen Leben integriert. Immer wenn gegessen werden, wird zuvor die Hände gewaschen. Leider gibt es aber nicht so viele Waschmöglichkeiten, dass das zwischenzeitliche Händewaschen in der Öffentlichkeit auch möglich ist.
Ich finde diesen Ansatz, der vor Ort durch Tansanier umgesetzt wird, sehr wichtig und richtig.

Ich wünsche mir, dass Afrika nicht erneut der große Verlierer dieser weltweiten Pandemie wird. Lasst uns zumindest ein wenig dafür tun.

Persönlich habe ich mittlerweile viele Freunde dort gefunden. Diese Menschen sind für mich etwas ganz besonderes geworden und ich kann nur hoffen, dass sie weiter gesund bleiben oder zumindest nur schwache Krankheitssymptome bekommen und durchstehen müssen.

 

Tag306 Samstag

Dies war ein ziemlich typischer Samstag. Fast wie in nicht Pandemie Zeiten.
Lange schlafen, was mich überraschte, denn eigentlich tue ich das nicht. Meist nur, wenn ich mich nicht wohl fühle. Ein gutes Frühstück mit frischen Brötchen. Danach zwei Radtouren, eine mit dem Hund und danach noch eine weitere um selber in Schweiß zu kommen. Anschließend Reparaturen im Haus, dabei aber an der Einbau BrotzeitAußenrollo Technik gescheiter. Also Montag die Fachfirma finden, das ist schließlich der Vorteil in einer Mietwohnung. Ich muss nicht immer alles alleine reparieren. Da muss die Tochter halt einige Tage bei künstlichem Licht und wenig Sauerstoff im Zimmer arbeiten. Aber bis vor Kurzem hat sie das immer getan. Retro Woche für sie halt.
Nach der Dusche ein kurzes Hörbuch auf der Terrasse genießen, dann Brotzeit mit anschließender Tageszeitung und einem weiteren Hörbuch.
Zwischendurch kamen die beiden bestellten Reparatur-Bleche per DPD aus Holland an. Montag könnte also endlich etwas wieder zusammengebaut werden. Das Zerlegen wird auf die Dauer langweilig und demotiviert mich allmählich.
Gerade habe ich weiter Suaheli geübt und merke, dass es immer anstrengender wird. Die Grammatik ist doch nicht so einfach wie ich gehofft hatte. Und alle Verben verschwimmen allmählich in meinem Kopf. Aber ich bleibe dran, nicht nur eil ich den Kurs gekauft habe. Ich möchte nächstes Jahr gerne wieder nach Tansania und dort mit meinen kleinen Spracherfolgen die Freunde beeindrucken.

Kleine Zwischenübung mit der Video Funktion des Smartphones: Ein Zeitraffer Video. Das letzte dieser Art habe ich als Kind mit einer Super 8 Kamera gemacht. Und nun erzählte mir Töchterchen, dass die Smartphones das auch können. Den Spaß habe ich mir gegönnt und eine, nein die Tomatenpflanze underer Familie, beim Wachsen zugeschaut. Leider ist in einer Stunde nicht viel zu sehen, außer, dass der Schatten wandert. Aber ich finde diese Art von Aufnahmen immer noch toll und werde weitere Demos erstellen.

Jetzt ein wenig surfen, Podcasts lauschen, über Corona lernen und Blogbeiträge schreiben. Vielleicht gönne ich mir auch noch Zeit um Videobearbeitungen zu üben. Das für mich geeignete Tool habe ich noch nicht entdeckt.
Mit Glück haben einige Familienmitglieder auch noch Lust, einen neuen IMG-20200412-WA0011Roboter zu bauen oder ein Spiel zu spielen. Das wäre ein guter Samstag Abend.

Tag304 Ziele?

Welche Ziele haben Sie?
Welches Ziel hast Du?

Kenne ich eigentlich mein Ziel?
Gibt es immer nur ein Ziel?

Ich bin der Meinung, dass wir immer viele Ziele im Kopf haben, das könnte man auch „Wünsche“ nennen. Welche wir davon auch erreichen hängt wesentlich von uns selber ab.

Manager*innen lernen, genau so wie Lehrer*innen, dass ein Ziel klar formuliert sein muss. Es muss erreichbar sein und eine Herausforderung beinhalten.
Die Zielerreichung muss danach kontrolliert werden und bewertbar sein.
Zusammen mit einem Zeitmanagement können auch diverse Wünsche zu Zielen gemacht werden. Man muss sich dann zusätzlich einen Zeitpunkt für die Zielerreichung setzen.
Hilfreich ist dann, sich zeitliche Zwischenziele zu setzen.

Eigentlich ganz einfach. Aber ich kenne viele Menschen, die es trotzdem nicht schaffen, ihre Wünsche zu realisieren.

Mein Problem ist es manches Mal, das Ziel zu kennen. Es zu identifizieren und zu formulieren fällt oft schwer.

 

Tag303 Sabbat und Covid

Heute haben die Regierungen in Deutschland weitere Regeln für die Zukunft verkündet. Oder besser gesagt die bestehenden Regeln verlängert.
Ich bin aus zwei Gründen etwas unglücklich. Erstens muss ich während des Sabbatjahres eh nicht zur Schule und das können einige meiner Kollegen jetzt auch haben. Normaler Neid halt.
Andererseits wäre ich sehr daran interessiert, die home-learning Möglichkeiten für unsere Schule mit zu gestalten. Ich verfolge diese Ansätze seit Anbeginn meines Lehrerdaseins. Leider ziehen immer zu wenige Kollegen am gleichen Strang in die gleiche Richtung mit. Schüler*innen wehren sich oft gegen die Regeln und Kontrollen. Technik wurde oft nicht ausreichend beschafft und der IT Service wird nebenbei erledigt.
Nun, in der aktuellen Zeit der Schul-Raum-Sperrungen, sind plötzlich Mittel frei, Lösungen gewollt und mehr Kolleg*innen motiviert. Jetzt geht es vielleicht voran.

Ich werde das dann hoffentlich ab August genießen.

Leider nähert sich das Sabbatjahr immer mehr seinem Ende, die Auslandsreisen werden wohl der Virus Pandemie zum Opfer fallen. Es bleibt also nur, zu Hause meine Träume und Ziele zu verwirklichen.
Ich habe zum Beispiel endlich angefangen konsequent und gegen Geld, Suaheli zu lernen. Natürlich Online. Fünf Tage habe ich schon durchgehalten. Ich hoffe es hält noch länger an.