Tag306 Samstag

Dies war ein ziemlich typischer Samstag. Fast wie in nicht Pandemie Zeiten.
Lange schlafen, was mich überraschte, denn eigentlich tue ich das nicht. Meist nur, wenn ich mich nicht wohl fühle. Ein gutes Frühstück mit frischen Brötchen. Danach zwei Radtouren, eine mit dem Hund und danach noch eine weitere um selber in Schweiß zu kommen. Anschließend Reparaturen im Haus, dabei aber an der Einbau BrotzeitAußenrollo Technik gescheiter. Also Montag die Fachfirma finden, das ist schließlich der Vorteil in einer Mietwohnung. Ich muss nicht immer alles alleine reparieren. Da muss die Tochter halt einige Tage bei künstlichem Licht und wenig Sauerstoff im Zimmer arbeiten. Aber bis vor Kurzem hat sie das immer getan. Retro Woche für sie halt.
Nach der Dusche ein kurzes Hörbuch auf der Terrasse genießen, dann Brotzeit mit anschließender Tageszeitung und einem weiteren Hörbuch.
Zwischendurch kamen die beiden bestellten Reparatur-Bleche per DPD aus Holland an. Montag könnte also endlich etwas wieder zusammengebaut werden. Das Zerlegen wird auf die Dauer langweilig und demotiviert mich allmählich.
Gerade habe ich weiter Suaheli geübt und merke, dass es immer anstrengender wird. Die Grammatik ist doch nicht so einfach wie ich gehofft hatte. Und alle Verben verschwimmen allmählich in meinem Kopf. Aber ich bleibe dran, nicht nur eil ich den Kurs gekauft habe. Ich möchte nächstes Jahr gerne wieder nach Tansania und dort mit meinen kleinen Spracherfolgen die Freunde beeindrucken.

Kleine Zwischenübung mit der Video Funktion des Smartphones: Ein Zeitraffer Video. Das letzte dieser Art habe ich als Kind mit einer Super 8 Kamera gemacht. Und nun erzählte mir Töchterchen, dass die Smartphones das auch können. Den Spaß habe ich mir gegönnt und eine, nein die Tomatenpflanze underer Familie, beim Wachsen zugeschaut. Leider ist in einer Stunde nicht viel zu sehen, außer, dass der Schatten wandert. Aber ich finde diese Art von Aufnahmen immer noch toll und werde weitere Demos erstellen.

Jetzt ein wenig surfen, Podcasts lauschen, über Corona lernen und Blogbeiträge schreiben. Vielleicht gönne ich mir auch noch Zeit um Videobearbeitungen zu üben. Das für mich geeignete Tool habe ich noch nicht entdeckt.
Mit Glück haben einige Familienmitglieder auch noch Lust, einen neuen IMG-20200412-WA0011Roboter zu bauen oder ein Spiel zu spielen. Das wäre ein guter Samstag Abend.

Tag304 Ziele?

Welche Ziele haben Sie?
Welches Ziel hast Du?

Kenne ich eigentlich mein Ziel?
Gibt es immer nur ein Ziel?

Ich bin der Meinung, dass wir immer viele Ziele im Kopf haben, das könnte man auch „Wünsche“ nennen. Welche wir davon auch erreichen hängt wesentlich von uns selber ab.

Manager*innen lernen, genau so wie Lehrer*innen, dass ein Ziel klar formuliert sein muss. Es muss erreichbar sein und eine Herausforderung beinhalten.
Die Zielerreichung muss danach kontrolliert werden und bewertbar sein.
Zusammen mit einem Zeitmanagement können auch diverse Wünsche zu Zielen gemacht werden. Man muss sich dann zusätzlich einen Zeitpunkt für die Zielerreichung setzen.
Hilfreich ist dann, sich zeitliche Zwischenziele zu setzen.

Eigentlich ganz einfach. Aber ich kenne viele Menschen, die es trotzdem nicht schaffen, ihre Wünsche zu realisieren.

Mein Problem ist es manches Mal, das Ziel zu kennen. Es zu identifizieren und zu formulieren fällt oft schwer.

 

Tag303 Sabbat und Covid

Heute haben die Regierungen in Deutschland weitere Regeln für die Zukunft verkündet. Oder besser gesagt die bestehenden Regeln verlängert.
Ich bin aus zwei Gründen etwas unglücklich. Erstens muss ich während des Sabbatjahres eh nicht zur Schule und das können einige meiner Kollegen jetzt auch haben. Normaler Neid halt.
Andererseits wäre ich sehr daran interessiert, die home-learning Möglichkeiten für unsere Schule mit zu gestalten. Ich verfolge diese Ansätze seit Anbeginn meines Lehrerdaseins. Leider ziehen immer zu wenige Kollegen am gleichen Strang in die gleiche Richtung mit. Schüler*innen wehren sich oft gegen die Regeln und Kontrollen. Technik wurde oft nicht ausreichend beschafft und der IT Service wird nebenbei erledigt.
Nun, in der aktuellen Zeit der Schul-Raum-Sperrungen, sind plötzlich Mittel frei, Lösungen gewollt und mehr Kolleg*innen motiviert. Jetzt geht es vielleicht voran.

Ich werde das dann hoffentlich ab August genießen.

Leider nähert sich das Sabbatjahr immer mehr seinem Ende, die Auslandsreisen werden wohl der Virus Pandemie zum Opfer fallen. Es bleibt also nur, zu Hause meine Träume und Ziele zu verwirklichen.
Ich habe zum Beispiel endlich angefangen konsequent und gegen Geld, Suaheli zu lernen. Natürlich Online. Fünf Tage habe ich schon durchgehalten. Ich hoffe es hält noch länger an.

Tag298 Karfreitag

Pakete abholen, etwas durch das frühlingshafte Steinburg cruisen, Entzündung im Kiefer bekämpfen und darauf hoffen, dass die Schmerzen nicht anwachsen. Danach Scrabble spielen und obwohl ich es noch nie zuvor gespielt habe, auch noch gewinnen. Eigentlich ein guter Tag.

Und er wurde noch besser, denn endlich meldete sich der ausgewählte, weil vertauenerweckende Lieferant für meine E-Komonenten im Ford. Jetzt kann die Planung weiter gehen. Ich suche derzeit die technischen Daten zusammen und hoffe auf baldige Bestellung. Motor und Controler sind vorrätig, aber die Akkus kommen aus Japan über China nach Deutschland. In der aktuellen Krisenzeit kann das deutlich länger als die normalen neun Wochen Lieferzeit bedeuten.

Gut, dass ich noch Zeit habe. Ausfüllen kann ich diese unter anderem mit der Restauration der Oldis, denn da ist noch viel zu tun.

Mit etwas Fleiß werde ich auch gleich einige Lehreinheiten für meine Zeit nach dem Sabbat daraus erstellen. Motormanagement, Normen und Vorschriften, Chemische Zusammenhänge, Lade- und Entladezyklen, Motorsteuerung, wirtschaftliche Rahmendaten, Zulassungsbedingungen,…. Es gibt vieles exemplarisch am realen Modell aufzuarbeiten.
Das kann Freude bereiten.

Tag296 Zahnschmerz

Glück gehabt. Eigentlich wäre ich jetzt in Simbabwe, aber dieser SES Einsatz ist abgesagt.
Also konnte ich nach fast schlafloser Nacht heute Morgen meinenZahnarzt anrufen und mir den Anrufbeantworter mit den Notfallzeiten anhören. Um 10 bin ich hin, um 12:15 hatte ich dann einen Platz auf dem Behandlungsstuhl. Ist schon interessant, wie viel sich dort im Warte- und Behandlungsbereich wegen der Ansteckungsgefahr verändert hat. Nicht einmal der Arzt war der Selbe. Foto, rumstochern, Medikament drauf und ab zum Abwarten nach Hause. Vermutlich muss der Zahn wohl raus. Ich bin begeistert.

Nachmittags kam dann das lange erwartete Paket mit den Auto Ersatzteilen. Ich hatte also einen guten Grund, den alten Ford zu besuchen um die Schweißarbeiten weiter vorzubereiten.

Zu Hause dann das frische Bier in Flaschen abfüllen. Etwa 20 Liter stehen jetzt kalt und müssen sechs Wochen lagern Hoffentlich schmeckt es dann, damit zum 1.Mai genossen werden kann.Bier 08042020 (1)

Tag295 fast normal

Ein fast normaler Tag trotz Kontaktsperren in Covid Zeiten. Ich war der Taxifahrer für zwei Arzttermine. Wir mussten sogar nach Hamburg, in eine der Metropolen mit verhältnismäßig vielen identifizierten Infizierten. Ich wundere mich noch immer über die geringe Zahl in Berlin, verglichen zu Hamburg.
Immerhin war die Anfahrt per Auto, denn Bahn wollte ich aus Ansteckungsgründen gerne vermeiden, sehr schnell. Kein Stau, nur eine Baustelle. Beim Spezialisten in Hamburg war es dennoch ziemlich voll. Die dort eingesetzte Kurzarbeit ist während der Öffnungszeiten kaum zu begründen.

Die Rückfahrt wollten wir zum Bummeln über die Landstraße nutzen. Frühling gucken halt. Und plötzlich, nicht weit vom Heimat-Ziel entfernt, war der Weg gesperrt. Umleitung: mehr als 15 km. Ist gut, wenn der Akku genügend Restenergie hat und wir keine Termine einhalten müssen.

Als heutigen Hörtipp möchte ich https://tagesanbruch.podigee.io/747-was-wir-von-den-superreichen-lernen denT-Online Tagesanbruch von 8.4.2020 geben. Hier wird noch einmal deutlich beschrieben, wie unsere „Geiz ist Geil“ Mentalität im Bereich der Pflege zu großen Problemen im Krisenfall führt. Also zukünftig bitte nicht immer nach der billigen Lösung suchen und lieber in die Zukunft schauen. Wenn wichtige Kräfte oder wichtige Dinge in Krisenzeiten nicht mehr zu beschaffen sind, dann hilft unser gespartes Geld auch nicht weiter.
Ich meine hierbei ausdrücklich nicht die Erntehelfer. Aber auch hier kann man sich ja mal überlegen, warum man die unbedingt aus dem Ausland einfliegen muss. Liegt es nicht auch daran, dass wir Inländer nicht ausreichend für Lebensmittel bezahlen wollen?

Tag293 basteln, lesen, lernen

Gestern endlich erfolgreich zusammen mit einer der Töchter gebastelt. Aus einem Stück Brennholz ein halbes Osterei geschnitzt und ausgehöhlt. Sie arbeitete und ich wies in die Werkzeuge ein. Das sah danach richtig gut aus.
Heute habe ich mir schon früh Morgens ein anderes Stück Holz Nestbaugeholt und mir auch den Spaß gemacht eine Schale zu schnitzen. Nicht als Ei, aber ein kleiner Hase kann darin sitzen. Holzarbeiten machen immer noch Spaß, man muss sich nur die Zeit dafür auch nehmen.Holznest
Außerdem gestern endlich die Halterung an einer Stahltür wieder angeschweißt. Das lag jetzt auch schon sehr lange herum, weil ich die Schweiß-Elektroden nicht finden konnte.

Heute dann beim Roboterbau unterstützt. Es ist schon doof, wenn in einem Solar Roboter Lernset der Antriebsmotor kaputt ist. Ich konnte ihn leider nicht reparieren, habe aber aus einem anderen ähnlichen Set einen identischen Motor entnehmen können. Leider ist die Robo Planung nicht aufgegangen. Gehofft hatten wir, dass mindestens eine der Töchter mit bastelt. Nun sitzt die Frau alleine davor und kommt langsam voran.

Was war noch? Ach ja, Hörbücher hören, Autoteile ordern, BUND Zeitschrift lesen, Simpleshow überarbeiten, Waldspaziergang, mit Marcus über Tansania quatschen.
Allmählich fühlt es sich hier zu Hause wie Urlaub an.

Neue, technische und politische Ideen kommen auch allmählich wieder zum Vorschein.
Als ein altes Ziel habe ich die Idee der Lebensmittelkennzeichnung wieder nach oben geholt. Statt Bio Produkte auszuzeichnen strebe ich an, dass die anderen Produkte als „chemisch verändert“ oder „genetisch manipuliert“ oder Mit Pestiziden behandelt“ oder „enthält Antibiotika“ beschriftet werden müssen. Wenn daneben dann die „normal“ gewachsenen Möhren liegen dürfte die Wahl der Kundschaft leicht fallen.