Tag240 Halbzeit Tansania

Für die Schüler Gruppe ist mehr als die Hälfte der Zeit um. Einige sind wohl auch froh, dass sie bald wieder die heimische Gemütlichkeit und gewohntes Essen genießen können. Ich denke dass aktuell alle ziemlich erschöpft sind. Mit dem gestrigen Fußball Spiel an der KIUMAKO school wurden einige Reserven abgerufen. Auch bei mir😉.

Freitag gegen Mittag kamen fünf Personen von der Solaranlagen Firma aus dem Süden Tansania an. Manager, Anwalt, Fahrer und zwei deutsche Praktikantinnen. Am Samstag sollen morgens die Techniker mit der Anlage kommen, die dann bis Sonntag Abend die Technik auf der KIUMO vocational school installiert haben wollen. Ich wäre ehrlich überrascht und glücklich wenn dies klappt. Dann können wir Montag und Dienstag die Exkursion zum Lake Challa genießen.

Samstag möchte ich gerne noch die PV Anlage auf der KIUMAKO besser befestigen und die Strings aufteilen. Der alte Wechselrichter ist zerschossen. Die Leistungstransistoren sind durchgebrannt. Es bleibt spannend ob SMA uns noch rechtzeitig neue liefert. Andernfalls hoffe ich auf geeignete Servicetechniker.

Während ich hier schreibe, nachts gegen vier, regnet es erneut. Dies ist sehr ungewöhnlich für normale Februare . Vorteil ist, dass wir damit die überarbeiteten Fallrohre und Tanks testen können. Auch sind die Temperaturen durch die tägliche Bewölkung europäischen Besuchern gegenüber angenehm.

Tag239 Bäume pflanzen

https://youtu.be/rBrBxoMLLdM

Heute um 11 Uhr wollten wir eigentlich an de Hängen des Kilimanjaro Bäume pflanzen. Aber erst um 14:00 sind wir losgegangen. Mit etwa 15 tansanischen Schüler*innen und ihren Lehrern ist unsere Gruppe durch Plantagen und Waldstücke zum Wiederaufforstungs Hang gelaufen. Schon gestern haben wir Setzlinge vorbereitet und zusätzlich welche an einer Baumschule gekauft. Mit Hacken und Schaufeln ausgestattet könnten wir vorhandene Bäume pflegen sowie neue Pflanzen. Der harte Boden und die steilen Hänge machten die Arbeit sehr anstrengend. Insbesondere die Bewässerung der Setzlinge per 25 Liter Eimer forderte uns. Letztlich waren wir sehr glücklich über die gemeinsame Erfahrung. Noch während wir uns mit Blick ins Tal ausführen begann es zu regnen. In dieser Jahreszeit eigentlich ungewöhnlich. Später gab es noch stärkeren Regen den wir in einer Bretterbudenbar überstanden. Wenn es hier regnet, dann richtig.

Bis dahin ein toller Tag, an dem wir morgens noch viel technischen Kleinkram erledigen konnten.

Blick von dem seit acht Jahren in Aufforderung befindlichen Hang. Die großen Bäume waren die ersten.

Leider wurde Abends schlecht kommuniziert wie das Essen verläuft. Ein noch zu hinterfragendes Missverständnis führte dazu, dass wir in die Kili Lodge zogen. Aber auch dort erwartete man uns nicht. Letztlich haben wir in der Mandela Bar etwas zu essen beschaffen können. Als Organisator sehr ärgerlich, auch wenn der Großteil der Gruppe sehr entspannt reagiert hat.

Auch sehr lecker

Tag235 Sonntag in Mwika

Es ist 5:00 Uhr, die Glocken läuten um die Gemeinde zu wecken. Da der Glockenturm direkt am Gasthaus der Bibelschule steht bin ich auch wach. Erstmals hier bin ich auch so früh munter, das heißt die Normalität kehrt ein und ich muss nicht unbedingt länger schlafen. Anziehen, Kaffee trinken und Tagebuch schreiben, Tee trinken und Fotos sichten, Computer aufräumen und Bilder sichern. Man schafft so viel wenn die Schüler*innen noch schlafen 😉

Unsere Köchin und der Koch sind auch schon fleißig. Diese beiden leisten hier tolle Arbeit. Heute werden Donuts gebacken. Frühstück ist aber erst um acht. Ich habe aber Hunger🙄

Um neun Uhr werden wir abgeholt um in fünf unterschiedlichen Kirchen am Gottesdienst teilzunehmen. Dafür bedarf es einer kurzen Wanderung. Einige Teilnehmer klagten sch gestern Abend über Muskelkater. Aber heute Nachmittag können sie sich ja erholen. Erst morgen arbeiten wir weiter an den Projekten.

Aus unerklärlichen Gründen schmerzen meine Knie noch immer. Ich will aber die Kerimeni Kirche besuchen. Die ist am weitesten Weg.

Zu Hause ist leider nicht alles in Ordnung. Kim musste wegen zu starker Schmerzen in die Klinik. Hoffentlich kann man ihr dort schnell helfen.

Tag234 Begegnung am Wasserfall

Marangu sagt Manchem was, weil es einer der Einstiege zum Gipfel des Kilimanjaro ist. Dort gibt es auch drei Wasserfälle. Zu einem davon sind wir heute gewandert. 19 Weiße in Begleitung von etwa 25 Einheimischen Schülern und Lehrern. Etwa 10km wandern. Zum Teil durch Bananen Plantagen, zum Teil an der Straße entlang.

Es wurde schön viel miteinander geredet und Pflanzen bestaunt. Der Wasserfall selbst in dessen Schlucht unser Ziel lag ist wunderschön. Am uns gegenüber liegenden Ufer auch der Regenwald. Entspannung pur.

Wir hatten ein gemeinsames Mittagessen vor Ort organisiert. Dies kam vor allem bei unseren Gästen gut an. Der Rückweg wurde mit dem Schulbus bewerkstelligt.

Mit Werwolf Spiel und lecker Abendessen verbrachten wir den Abend. Die Füße und Knie schmerzen, auch haben einige Muskelkater, aber allen hat der Tag gut gefallen.

Und auch wenn es nicht jeder gemerkt hat, die Bindungen zwischen unseren Schülern und den hiesigen Schülern sind deutlich gewachsen.

Tag231 Abreisen

In etwa einer Stunde kommt Dennis und holt mich ab. Leider hat es mit einem Familientag in Hamburg nicht geklappt. Morgens mit Kim zum Arzt, dann noch schnell durchs Möbelhaus und ab ins Büro um die letzten Briefe abzuschicken.

Immerhin konnte ich noch einen Termin für eine Grüne Veranstaltung im Juni planen.

Die Reisegruppe organisiert sich ganz selbständig über die Chatgruppe. Ich hoffe wir sind alle rechtzeitig am Airport und vergessen nicht zu viel.

Morgen Abend werden wir in Tansania sein. Dann wird es interessant.

Tag224 persönliche Vorbereitung auf Tansania

Nächste Woche geht es los. Die Tansania Reisegruppe ist bereit, informiert und mit genügend Budget ausgestattet. Sogar die geplante Solaranlage ist beauftragt. Jetzt endlich nehme ich mir Zeit, mich persönlich darauf einzustellen. Schön, dass neben den Büchern und Filmen immer mehr Mediathek Berichte zur kulturellen und politischen Beschreibung zur Verfügung stehen. Einen Bericht auf Deutschlandfunk zur Kolonialzeit und Museen höre ich gerade.

Morgen findet unsere letzte öffentliche Veranstaltung zur Geldbeschaffung und Werbung statt. Eltern spenden Kuchen und Waffelteig, die die Mitglieder in unserer Schule anbieten.

Abends dann das letzte Vorbereitungstreffen mit Materialverteilung und kleinem Swaheli Kurs.

Und ich bereite heute mein Kleinkram, die Geschenke und mich vor. Dazu gehört auch das seit Wochen geplante Lernen der Sprache. Schließlich will ich mich zumindest höflich Begrüßen und Verabschieden können.

Tag219 Tansania planen

Gestern Abend hatten wir die vorletzte Vereinssitzung vor der Abreise. Nächste Woche werden die Koffer gepackt um unser Material und Geschenke für Tansania zu verteilen. Wir dürfen dieses Mal nur 25kg pro Person zzgl. 7kg Handgepäck packen. Das ist nicht zu viel, wenn man einige Spielsachen für Kindergärten, Übungspuppen für Erste Hilfe und Laptops zum Arbeiten neben seinen persönlichen Dingen mitnehmen will. Auch sind größere Fotoapparate sowie Ferngläser sinnvoll. Zum Ende der Reise hoffen wir auf einen Tag Safari, um wenigstens einige Tiere im Arusha Nationalpark zu sehen.
Ein Aufenthalt in Tansania, ohne einige wilde Tiere zu beobachten wäre dumm. Wenn ich auch gelernt habe, dass viele Tansanier noch nie eines der heimischen Tiere gesehen haben. Die Parks sind einfach zu weit weg und zu teuer. Darum bemühen wir uns, auch immer einige tansanische Schüler mit auf die Ausflüge zu nehmen.

Die letzte schwierige Aufgabe der Mitreisenden war, das Visum online zu beantragen. Die Botschaft hat ein online Portal dazu bereitgestellt. Dieses ist zwar ganz logisch aufgebaut, funktioniert aber nicht störungsfrei. Ich nahm bis jetzt an, dass der Server für die Anwendung in Afrika stünde. Denn viele Regierungsserver, die in Indonesien benutzt werden befinden sich auch in Westafrika.
Aber weit gefehlt, der Traceroute führt in die USA. Die Homepage der tansanischen Botschaft, zumindest für Visa Fragen, steht in den USA (Utah).

Die Globalisierung ist schon sehr faszinierend, wenn man mal hinter die Kulissen schaut.

Bleibt zu hoffen, dass die Einreise durch die Beauftragung des Visums vorab etwas einfacher wird. In Daressalam haben wir zwar geplant langen Zwischenstopp, aber man weiß ja nie, welche Flieger sich doch noch verspäten.

Tag180 Alltag vor Weihnachten

Zum Jahresende ist eigentlich immer viel zu erledigen. Ich habe dieses Jahr viel Glück und muss nur einige Taxi Dienste zu Ärzten und Therapeuten leisten. Meine Weihnachtsfeier konnte ich zu Fuß erreichen. Das Grüne Lastenrad ist zur Werkstatt gebracht und die politischen Termine für dieses Jahr sind erledigt. Aktuell steht nur noch die Reiseplanung für unser SES Nachtreffen im Januar an.
Danach geht es im Februar nach Tansania. Die Reiseplanung hat sich etwas verändert, aber da wir dieses Jahr den Luxus haben, dass ein Reisebüro für uns die Flüge bucht, hielt sich der Aufwand in Grenzen. „Emirates“ fliegt den Int. Airport Kilimandscharo leider nicht mehr direkt an, so dass wir nun über Daressalam einreisen müssen.
Die Förderzusage von Bingo für unsere geplante PV Anlage auf der Kiumo Berufsschule vor Ort hat uns letzte Woche endlich erreicht. Wenn wir es in unserer morgigen Besprechung schaffen, die Zusammenarbeit der beteiligten Hilfs- und Management Organisationen zu koordinieren, dann muss nur noch der Lieferant in Tansania mitspielen. Dann haben wir eine reelle Chance, die Anlage im Februar in Betrieb zu nehmen. In Tansania ist so eine kurze Lieferzeit durchaus realistischer als in Deutschland.

Donnerstag dann das letzte Treffen mit den Mitreisenden SchülerInnen, von denen sich leider erneut schon wieder viele entschuldigt haben. Ich frage mich manchmal, ob einigen die Reise wichtig genug ist. Die Mitarbeit lastet mal wieder auf wenigen Schultern. Aber dieses Verhalten erlebe ich leider sehr häufig bei Gruppenveranstaltungen, nicht nur bei Jugendlichen.
Immerhin hat der Tansania Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Itzehoe letzten Samstag stattgefunden. Viele gespendete Preise konnten mit Hilfe eines Glücksrades verspielt werden. Die Einnahmen können nun der PV Anlage und der Baumpflanzaktion in Tansania zu Gute kommen.
Übrigens erreichte uns eine überraschende, sehr große Spende über die crowdfunding Plattform. Ein regionaler Betrieb spendete 500€ – Danke.