Tag153 Rückkehr in Itzehoe

Gestern Abend 23:30 war ich zu Hause. Zum Glück von meiner besseren Hälfte in Hamburg abgeholt und somit vom schweren Gepäckstück entlastet. Allerdings bin ich nach vier Stunden wieder wach, wenn auch sehr müde.

Was tut man dann am Besten? Auspacken und aufräumen. Außerdem höre ich einige im Urlaub begonnen Hörbücher zu Ende. Derzeit ein ziemlich alter Ratgeber, wie man mit Umwelt gerechten Verhalten sogar noch bares Geld sparen kann von Andreas Schlumberger (2008). Die Inhalte stimmen noch immer. Mit 50 einfachen Tipps kann jeder, auch ich, viel für unsere Umgebung und Kinder tun.

To Do also sind einfache Energiesparmssnahmen zu Hause, Verringerung von Fleisch im Essen und Einkauf von weniger Chemie Gemüse und Obst. Und wenn man die Umweltschäden durch Baumwolle betrachtet, dann muss ich weniger oft neues einkaufen gehen oder Leinen bevorzugen. Aber einiges werde ich mir und uns weiter erlauben. Reisen bildet. Kurze Wege fahren wir aber schon jetzt per Bahn oder Bus. Langstreckenflüge kann ich zumindest über atmosfair ein wenig ausgleichen. Mein letzter Ausgleich fließt in die Förderung von Biogasanlagen von ländlich lebenden Nepali. Kochen mit Gas statt Holz ist dort weit verbreitet und spart nachhaltig Holz.

Tag150 letzter Flugtag in Nepal

Als Grüner habe ich ein schlechtes Gewissen, hier bis nach Nepal geflogen zu sein. Ich habe mir gerade eine Organisation herausgesucht, um für meinen zusätzlich verursachten CO2 Ausstoß zu bezahlen. Davon werden dann unter anderem Biogasanlagen in Nepal gefördert. Diese sind hier in vielen ländlichen Regionen sehr verbreitet. Aus Fäkalien, Kuhdung und Essensreste wird bereits in vielen Häusern mit Biogas gekocht. Der Wald wird so weniger abgeholzt.

Mein Hobby des Gleitschirm Fliegen werde ich heute auch beenden. Es waren tolle Erfahrungen und Erlebnisse über die letzten drei Jahre. Ich kann jetzt an der Winde starten, bin an Küsten entlang geflogen und von deutschen, österreichischen und nepalesischen Bergen gestartet. Wenn ich weitermachen würde müsste ich viel mehr fliegen. Um besser zu werden braucht es viel zu viel Zeit zur Übung.

Statt dessen werde ich mir ein anderes Schwerpunkt Hobby suche. Vermutlich Entwicklungsarbeit, basteln an autonom fahrenden Modellflugzeugen und das Umbauen eines Oldtimer Autos zum E Auto. Da bleibt dann wenig Freizeit. Man muss auch wieder loslassen können um mehr zu lernen.

Nepal hat mir sehr gefallen. Vielleicht komme ich einmal zurück um hier Projekte zu entwickeln. Ideen bilden sich gerade dazu aus.

Tag149a Bandipur Village Ressort

Das Hotel ist für unsere Reise angemessen aber vom Wohlfühlfaktor die bislang schlechteste Wahl. Die Momos, die es auch fritiert. Eine leckere Speise und als Zwischenmahlzeit preislich sehr geeignet. Dieses Essen gibts auch in anderen Ländern. In Schwaben halt als Maultaschen und in Thailand als Wantan.

Heute zweimal geflogen. Beide Male sehr kurz weil ich keine Thermik finden konnte. Beim letzten Flug sogar mit Aussen Landung. Aber nur 30 m vom Landeplatz Weg in einer Baugrube. Plötzlich trug die Luft nicht mehr.

Morgen noch einen letzten Abgeleitet aus 1100 m auf 670m. Dann packen, Duschen, Abschiedsessen und schlafen. Donnerstag dann früh abfahren, denn die 144km per Bus werden wohl vier bis sechs Stunden dauern. In Katmandu dann in ein Nobel Hotel gehen. Eine letzte Nacht vor unserer Rückkehr. — Soweit der Plan. Aber Pläne sind hier oft die halbe Wahrheit😉 egal.

Gleich gehen wir in ein nettes Lokal in dem nepalesisches Buffet Angeboten wird. Dazu ein Bier und der Abend ist gerettet.

Tag148 Nepal zum dort leben?

Wie es manchmal so ist, gefällt mir Nepal von Tag zu Tag besser. Auch wenn Bergwandern und Paragliding dann vermutlich nicht mehr mein Fokus wären. Aber im Bereich Berufsausbildung und Erneuerbaren Energien kann man hier auf vorhandene Aktivitäten aufsetzen.

Gerade habe ich mir staatlich geförderte Biogasanlagen angeschaut. Jeder Hausbesitzer scheint mit etwa 120€ gefördert zu werden um sich eine Anlage zu errichten. Mit Toilettenfäkalien betrieben und bei Bedarf mit Kuhdung aufgefüllt kann dann im Haus ausreichend gekocht werden. Technik und Anschluss Spezialisten werden über die Förderung bezahlt und der Dome, der Biogasreaktor, in Eigenarbeit aus Beton hergestellt. Ein einfaches, seit Jahren bewährtes System.

Auf einigen Häusern hier finden sich sogar Solarthermie Anlagen zum warmen Duschen. Nur sehr wenige PV Anlagen könnte ich bislang entdecken. Der Bedarf an elektrischer Energie ist noch sehr gering in den einfachen Haushalten.

Wenn man bedenkt dass Nepal eines der ärmsten Länder der Welt, mit den niedrigsten Einkommen und kaum vorhanden Bodenschätzen ist, ist es bewundernswert, wie viel Aufmerksamkeit in die Umweltverträglichkeit gelegt wird.

Tag145 Annapurna

Heute warteten wir sehr lange auf das Frühstück weil die Abrechnung der Getränke der letzten Tage andauert. Kopfrechnen ist nicht die Stärke der Service Kraft. Dafür gab es dann hausgemachtes nepalesisches Brot. Eine Art Schmalzgebäck und sehr lecker.

Vorher hat uns Goma wieder Yoga beigebracht. Schon der dritte Morgen, und es sollte entspannen. Ich war wieder völlig geschwitzt und erschöpft. Aber mit einer attraktiven Lehrerin hält man sich länger durch. Ich freue mich, dass es morgen Abend weiter gehen soll. Und das, obwohl wir den Aufenthaltsort verlegen mussten. Wir sind jetzt in Ghachok in Sichtweite zum Annapurna Berg.

Eine scheinbar schöne Lodge (es war schon dunkel bei der Ankunft) mit gutem Essen und netten Besitzern. Thomas aus Frankreich und Bassante aus Nepal kooperieren hier.

Die Herfahrt war lang und ermüdend. Im Geländewagen sitzt man sehr unbequem und das Reise Tempo ist aufgrund der schlechten Straßen sehr niedrig. Aber es lohnt sich hoffentlich.

Nach gutem Abendessen, einem Bier am Lagerfeuer und einer warmen Dusche liege ich im Bett und genieße es, mehr als neun Stunden liegen bleiben zu können. Es geht mir auch wieder deutlich besser, nachdem ich einen guten Kaffee auf der Reise trinken konnte. Selbst gepflanzt, geerntet und geröstet schmeckte der Kaffee so gut, dass ich gleich noch teure Bohnen für zu Hause mitgenommen habe.

Tag143 ich schaffte 200 Höhenmeter

Gestern war ich noch gestresst beim Fliegen. Heute haben wir mein Gurtzeug neu und besser eingestellt. Ich saß besser und konnte etwas weniger angespannt meine Manöver fliegen.

Somit konnte ich heute ruhiger meine Runden drehen und einen stabilen Bart hochdrehen. Mit einigen Tipps von Eugen und Achim gelang es mir ohne viel Drehwurm Übelkeit über 400 m zu steigen. Dann war eine Wolke im Weg und ich musste diese Thermik verlassen. Immerhin 200m über dem Startplatz.

Nach einem gefühlt sehr langem Flug, der aber laut Computer nur 20 Minuten dauerte, bin ich sicher am Landeplatz angekommen. Dort benötige ich mindestens die gleiche Zeit um wieder körperlich runter zu kommen. Mein Kreislauf spielt leider derzeit nicht ganz so gut mit.

Am Nachmittag, als alle Teamkollegen nach zum Teil über zwei Stunden Flugzeit gelandet waren, begann die Jeep Tour zurück zu unserer Lodge. Über eine Stunde dauert dies über sehr schlechte Straßen.

Da ist man in Nepal, direkt vor dem Himalaya, und braucht jeweils einen Tag für einen Gleitschirm Flug mit 800m Höhenunterschied zwischen Start und Landung. Echt verrückt.

Andererseits fahren Andere auch nur zum Entspannen hier her. Und wir haben heute Morgen sogar noch 90 Minuten Yoga gelernt. Die nächsten beiden Tage geht der Kurs weiter. Die Schwägerin von Babu , Goam, eine sehr biegsame junge Frau, leitet uns an. Anstrengend aber gut.

Ob ich dieses Flug Hobby noch lange weiter ausführen werde? Ich bekomme allmählich Zweifel. Mein Wohlfühlfaktor ist nicht so hoch, wenn ich dieses leise Gleiten durch die Luft auch toll finde. Aber die Abspannung und meine fehlende Kondition stören mich sehr. Zusätzlich ist die Umwelt Bilanz sicher nicht gut. Sanfter Tourismus sieht anders aus.

Tag140 Flugwetter

Heute erhielt unsere Reisegruppe die notwendige Genehmigung zum Fliegen. Gegen 12:00 konnten wir aus ca 1600m Höhe starten. Landung in 800m bei nur mäßig starkem Sinken. Einige geübtere Piloten fanden auch gute Thermik, aber ich kaum.

Trotzdem war es wundervoll mit dem Himalaya im Rücken auf den Talsee hinunter zu gleiten.

Gleich geht es zum Landungsbier und Abendessen in ein wohl gutes Restaurant mit Blick auf den See. Morgen dann wieder fliegen.

Great.

Tag 131 Nepal Vorbereitungen

Müde und kaputt. Liegt es daran, dass der Urlaubsmodus mich nach über 100 Tagen Sabbatical erfasst hat oder daran, dass die Indonesien Reise körperlich anstrengend war? Ich weiß es nicht, ich bin einfach müde und schlapp.
Nächste Woche sollte ich möglichst wieder fit sein, also schone ich mich besser. Leider wache ich mal wieder sehr frühauf und kann nicht mehr schlafen. Zeit, den Blog und den PC zu pflegen.

Ich habe begonnen, meine Tasche (Sack) für die Nepal Reise zu packen. Was mir unangenehm ist, ist die Tatsache, dass meine Flugschule (Luftikus), die Flüge über Türkisch Airlines gebucht hat. Darauf habe ich leider nicht rechtzeitig eingewirkt. Reiseveranstalter lassen sich da nicht so gerne in die Karten schauen. Aus politischen Gründen würde ich dies aber nicht machen. Die Reise im Februar, wo ich als Veranstalter für die Projektgruppe auftrete, wird nicht mit dieser Linie gebucht.
Zweites Problem: Wir dürfen zwar 30 kg Gepäck mitnehmen (mein Sack wiegt zur 24kg) aber alles muss in nur einem Koffer sein. Dieser sollte dann nicht größer als 48*48*90cm sein. Wie hier 30 kg hinein gehen sollten bleibt fraglich. In diese Größe passt nicht einmal mein Fluggerät, geschweige denn zusätzlich Helm und Kleidung. Gleitschirmflieger brauchen halt Platz, wenn das Material auch recht leicht ist. Ich bin gespannt auf die Diskussion am CheckIn Schalter, wenn sie meinen „Reisesack“ sehen. Rechtzeitiges Erscheinen erscheint sinnvoll.
Im (6kg) Handgepäck werden dann die Spiegelreflex und ein Thermobecher nebst Buch und Akkus Platz finden.

Problem 2: mein Pass und Visum waren auf dem Postweg verschollen. Zum Glück wurden sie zum Absender zurück geschickt. Hoffentlich erhalte ich diesen noch bis Mittwoch.

Der geplante Reiseverlauf hat sich etwas verändert. Wie es aussieht ist die bisher vorgesehene zweitägige Wanderung nicht mehr enthalten. Dies ist schade, denn danach sollten wir von 3600m Höhe aus starten können. Andererseits ist meine Fitness derzeit eher einfachen Strecken zuträglich. Mal abwarten was kommt.

Tag129 Reisevorbereitung = stressig

Die beiden Wochen Pause zwischen der Entwicklungsarbeit in Indonesien und der Sportreise nach Nepal sind leider nicht so entspannend wie gehofft. Irgendwie bleibt zu wenig Zeit um die notwendigen Dinge zu klären. Probleme an der Haustechnik, pubertierende und damit Zeit brauchende Tochter, Besorgungen und Taxidienste für diverse Arztbesuche rauben die freien Stunden. Wie hatte ich das früher eigentlich geschafft, als ich noch normal arbeiten ging und zusätzlich viel TV geschaut habe? Beides lasse ich ja jetzt schon bleiben.

Aber einiges geht dann doch. Wir haben unser erstes Bier gebraut, welches jetzt fröhlich vor sich hin fermentiert. Damit war ein Tag gut ausgefüllt. Den Maischerest mochte ich nicht wegwerfen, also wurde viel Brot gebacken, damit begründet sich erneut ein halber Tag Zeitaufwand. Das Brot ist aber sehr lecker. Die Gefriertruhe ist voll. Durch das upcycling der Malzreste ist die Wirtschaftlichkeit des Brauens auch nicht mehr gar so gering. Aber bis sich die Investitionen rechnen würden muss noch viel Wasser in Bier verwandelt werden.

Unsere Dritte Anfrage für die im nächsten Jahr geplante Nordamerika Tour ist beim Reisebüro in Arbeit. Es sah nach einer einfachen Entscheidungsgrundlage aus, weil die beiden vorherigen Büros nicht so erfolgreich waren. Nun hat eines davon aber nachgebessert und wir stehen wieder am Anfang und müssen über die Route neu nachdenken. Zeitlich ist dies aber nicht so dringend. Immerhin haben wir die internationalen Führerscheine schon beantragt.

Die Nepal Tour macht da mehr Sorgen. Zum Einen ist mein Pass und Visum auf dem Postweg verschollen, weil der Veranstalter meine ehemalige Adresse verwendet hatte. Wir suchen also fleißig und ich hoffe, dass ich am 14.11. alle Unterlagen vorliegen habe.

Auch ist die Flugreise mit einem Problem behaftet. Die Airline erlaubt zwar 30kg Gepäck zzgl. 6kg Handgepäck. Aber leider nur ein Gepäckstück. Das ist eine echte Herausforderung, wenn man einen Gleitschirm, großes Gurtzeug, Schlafsack und Wanderklamotten für 14 Tage mitnehmen möchte. Das Gewicht ist dabei weniger das Problem, aber wo finde ich einen so großen Koffer? Und wer soll diesen Koffer dann auch noch durch die Berge transportieren?
Ich hoffe, ich komme mit meinem Packsack aus und der wird am Flughafen als normales Gepäck gewertet. Er sieht ja etwas wie ein Rucksack aus.

So, nun muss ich die Tansania Gruppenreise weiter planen, die steht dann ja schon im Februar an und wir haben noch nicht genügend Geld.