Tag241a Technik die Schwierigkeit macht.

Irgendwie wird es zur Gewohnheit dass ich in Tansania in Stresssituationen gerate. Dieses Mal ist es der durchgebrannte PV Wechselrichter von SMA. Das Batteriekasten läuft, aber die gestern wieder gut befestigen Module können nicht genutzt werden. Sehr schade.

Den Fehler haben wir wohl gefunden, wissen aber noch nicht ob wir ein Ersatzteil bekomme können. SMA hat sich noch nicht gemeldet. Andere Quellen, Z B. über andere Händler oder Ebay , die bieten durchaus gute gebrauchte Inverter an. Problem sind Zeit und Gewicht. Wer kauft mal für uns in Deutschland einen WR bei Ebay um diesen dann zu zerlegen und uns die kleine Ersatz-Platine zuzusenden?

Was war noch? Erneut durften wir gegen eine hiesige Mannschaft Soccer spielen. Wie immer habe ich mich verletzt, diesmal am Knie. Die Hose ist auch hinüber. Leider konnten wir nicht gewinnen.

Ach ja, die Solarfirma aus dem Süden Tansanias brachte die Technik und Techniker für KIUMO und bauten die Panele aufs Dach. Ich bin aber nicht wirklich vom System überzeugt. Wir werden sehen, teuer genug ist es jedenfalls.

Tag230 Letzter Tag vor Tansania

Wie so oft ist der letzte Tag voll, sehr voll mit Arbeit. Und dabei habe ich derzeit gar keinen Arbeitgeber, für den ich schnell noch was erledigen soll. Aber die Familie ist da, insbesondere die jüngste Tochter will schnell noch ihre Wünsche durchsetzen. Verständlich.

Und dann sind da noch die Reisevorbereitungen für die Tansania Reisegruppe. Hier werden plötzlich auch alle aktiv, noch schnell was zu regeln. Fragen, die man hätte vor Tagen klären können kommen jetzt auf. Was darf, soll mit? In welches Gepäck muss dieses und jenes, mit wem komme ich in ein Zimmer….. Wie immer halt.

Für die Politik musste ich aus schlechtem Gewissen, oder aufgrund von verminderter Verzögerung auch noch schnell Ideen formulieren und einen Antrag ausarbeiten. Bei den üblichen langen Entscheidungswegen darf man besser keine Ausschuss-Sitzung vergeuden. Zum Glück habe ich einen sehr engagierten Vertreter für den nächsten Umweltschutzausschuss, an dem ich leider nicht teilnehmen kann weil ich in Tansania arbeiten werde.

Und manchmal überraschen dann auch noch zufällige Kontakte. Da telefoniere ich mit einem Anbieter für E-Auto Teile und der erzählt mir, dass er in Tansania schon diverse Fahrzeuge umgebaut hat. Einen alten S-Klasse Benz und mehrere Landrover für Nacht-Safaris. Ich hoffe, ich kann die Eigner und die Werkstatt im Rahmen der Tansania Reise aufsuchen und dort Kontakte knüpfen.
Das ist zwar sehr kurzfristig, aber spannend genug.

Und das nette Geschenk zum Schluss. Zu Weihnachten hatte ich ein Bier Pilsener Artgebraut. Gestern probiert und positiv angetan. Spritzig, lecker, herb. Sehr gut geworden.

Tag204 Fahrdienste

Wenn man zu Hause ist, dann ist man auch gerne als Taxi unterwegs. Oder zumindest habe ich mal mehr Zeit meine Familie zu verschiedenen Terminen zu begleiten. Montag also in Hamburg, Dienstag dann Hamburg, gestern mal nichts, heute dann Neumünster und innerhalb Itzehoes.
Manchmal, wie heute fällt dann was Schönes für mich dabei ab. So habe ich mir heute ein neues gebrauchtes E-Bike kaufen können.
Gelangweilt auf der Suche nach Zeitvertreib aus Gewohnheit mal wieder in einen Fahrradladen gegangen und Falt-E-Bikes gesucht. Dort stand sogar eines und es war groß genug für mich. Nur brauche ich eigentlich gar keines mehr. Das Hobby, für welches ich lange ein entsprechend klappbares Bike gesucht habe, das betreibe ich nicht mehr.
Auf meine Frage nach gebrauchten E-Bikes, möglichst ein gutes Trecking Fahrrad bekam ich voller Überraschung, eine positive Antwort.
Und so steht hier nun ein ca sechs Monate altes, genau auf meine Körpergröße passendes und toll fahrendes Fahrrad. Ich freue mich schon auf die nächsten Ausfahrten. Vielleicht ja schon morgen, wenn der Nieselregen aufhören sollte.
Gleich, bevor mein Tansania Vorbereitungstreffen startet werde ich noch den Akku anschließen und es voll laden lassen.
Aber zum Treffen fahre ich noch mit dem alten E-Esel von meiner Frau. Die Freude bleibt dann für Morgen.

 

Tag129 Reisevorbereitung = stressig

Die beiden Wochen Pause zwischen der Entwicklungsarbeit in Indonesien und der Sportreise nach Nepal sind leider nicht so entspannend wie gehofft. Irgendwie bleibt zu wenig Zeit um die notwendigen Dinge zu klären. Probleme an der Haustechnik, pubertierende und damit Zeit brauchende Tochter, Besorgungen und Taxidienste für diverse Arztbesuche rauben die freien Stunden. Wie hatte ich das früher eigentlich geschafft, als ich noch normal arbeiten ging und zusätzlich viel TV geschaut habe? Beides lasse ich ja jetzt schon bleiben.

Aber einiges geht dann doch. Wir haben unser erstes Bier gebraut, welches jetzt fröhlich vor sich hin fermentiert. Damit war ein Tag gut ausgefüllt. Den Maischerest mochte ich nicht wegwerfen, also wurde viel Brot gebacken, damit begründet sich erneut ein halber Tag Zeitaufwand. Das Brot ist aber sehr lecker. Die Gefriertruhe ist voll. Durch das upcycling der Malzreste ist die Wirtschaftlichkeit des Brauens auch nicht mehr gar so gering. Aber bis sich die Investitionen rechnen würden muss noch viel Wasser in Bier verwandelt werden.

Unsere Dritte Anfrage für die im nächsten Jahr geplante Nordamerika Tour ist beim Reisebüro in Arbeit. Es sah nach einer einfachen Entscheidungsgrundlage aus, weil die beiden vorherigen Büros nicht so erfolgreich waren. Nun hat eines davon aber nachgebessert und wir stehen wieder am Anfang und müssen über die Route neu nachdenken. Zeitlich ist dies aber nicht so dringend. Immerhin haben wir die internationalen Führerscheine schon beantragt.

Die Nepal Tour macht da mehr Sorgen. Zum Einen ist mein Pass und Visum auf dem Postweg verschollen, weil der Veranstalter meine ehemalige Adresse verwendet hatte. Wir suchen also fleißig und ich hoffe, dass ich am 14.11. alle Unterlagen vorliegen habe.

Auch ist die Flugreise mit einem Problem behaftet. Die Airline erlaubt zwar 30kg Gepäck zzgl. 6kg Handgepäck. Aber leider nur ein Gepäckstück. Das ist eine echte Herausforderung, wenn man einen Gleitschirm, großes Gurtzeug, Schlafsack und Wanderklamotten für 14 Tage mitnehmen möchte. Das Gewicht ist dabei weniger das Problem, aber wo finde ich einen so großen Koffer? Und wer soll diesen Koffer dann auch noch durch die Berge transportieren?
Ich hoffe, ich komme mit meinem Packsack aus und der wird am Flughafen als normales Gepäck gewertet. Er sieht ja etwas wie ein Rucksack aus.

So, nun muss ich die Tansania Gruppenreise weiter planen, die steht dann ja schon im Februar an und wir haben noch nicht genügend Geld.