Tag235 Sonntag in Mwika

Es ist 5:00 Uhr, die Glocken läuten um die Gemeinde zu wecken. Da der Glockenturm direkt am Gasthaus der Bibelschule steht bin ich auch wach. Erstmals hier bin ich auch so früh munter, das heißt die Normalität kehrt ein und ich muss nicht unbedingt länger schlafen. Anziehen, Kaffee trinken und Tagebuch schreiben, Tee trinken und Fotos sichten, Computer aufräumen und Bilder sichern. Man schafft so viel wenn die Schüler*innen noch schlafen 😉

Unsere Köchin und der Koch sind auch schon fleißig. Diese beiden leisten hier tolle Arbeit. Heute werden Donuts gebacken. Frühstück ist aber erst um acht. Ich habe aber Hunger🙄

Um neun Uhr werden wir abgeholt um in fünf unterschiedlichen Kirchen am Gottesdienst teilzunehmen. Dafür bedarf es einer kurzen Wanderung. Einige Teilnehmer klagten sch gestern Abend über Muskelkater. Aber heute Nachmittag können sie sich ja erholen. Erst morgen arbeiten wir weiter an den Projekten.

Aus unerklärlichen Gründen schmerzen meine Knie noch immer. Ich will aber die Kerimeni Kirche besuchen. Die ist am weitesten Weg.

Zu Hause ist leider nicht alles in Ordnung. Kim musste wegen zu starker Schmerzen in die Klinik. Hoffentlich kann man ihr dort schnell helfen.

Tag234 Begegnung am Wasserfall

Marangu sagt Manchem was, weil es einer der Einstiege zum Gipfel des Kilimanjaro ist. Dort gibt es auch drei Wasserfälle. Zu einem davon sind wir heute gewandert. 19 Weiße in Begleitung von etwa 25 Einheimischen Schülern und Lehrern. Etwa 10km wandern. Zum Teil durch Bananen Plantagen, zum Teil an der Straße entlang.

Es wurde schön viel miteinander geredet und Pflanzen bestaunt. Der Wasserfall selbst in dessen Schlucht unser Ziel lag ist wunderschön. Am uns gegenüber liegenden Ufer auch der Regenwald. Entspannung pur.

Wir hatten ein gemeinsames Mittagessen vor Ort organisiert. Dies kam vor allem bei unseren Gästen gut an. Der Rückweg wurde mit dem Schulbus bewerkstelligt.

Mit Werwolf Spiel und lecker Abendessen verbrachten wir den Abend. Die Füße und Knie schmerzen, auch haben einige Muskelkater, aber allen hat der Tag gut gefallen.

Und auch wenn es nicht jeder gemerkt hat, die Bindungen zwischen unseren Schülern und den hiesigen Schülern sind deutlich gewachsen.

Tag231 Abreisen

In etwa einer Stunde kommt Dennis und holt mich ab. Leider hat es mit einem Familientag in Hamburg nicht geklappt. Morgens mit Kim zum Arzt, dann noch schnell durchs Möbelhaus und ab ins Büro um die letzten Briefe abzuschicken.

Immerhin konnte ich noch einen Termin für eine Grüne Veranstaltung im Juni planen.

Die Reisegruppe organisiert sich ganz selbständig über die Chatgruppe. Ich hoffe wir sind alle rechtzeitig am Airport und vergessen nicht zu viel.

Morgen Abend werden wir in Tansania sein. Dann wird es interessant.

Tag224 persönliche Vorbereitung auf Tansania

Nächste Woche geht es los. Die Tansania Reisegruppe ist bereit, informiert und mit genügend Budget ausgestattet. Sogar die geplante Solaranlage ist beauftragt. Jetzt endlich nehme ich mir Zeit, mich persönlich darauf einzustellen. Schön, dass neben den Büchern und Filmen immer mehr Mediathek Berichte zur kulturellen und politischen Beschreibung zur Verfügung stehen. Einen Bericht auf Deutschlandfunk zur Kolonialzeit und Museen höre ich gerade.

Morgen findet unsere letzte öffentliche Veranstaltung zur Geldbeschaffung und Werbung statt. Eltern spenden Kuchen und Waffelteig, die die Mitglieder in unserer Schule anbieten.

Abends dann das letzte Vorbereitungstreffen mit Materialverteilung und kleinem Swaheli Kurs.

Und ich bereite heute mein Kleinkram, die Geschenke und mich vor. Dazu gehört auch das seit Wochen geplante Lernen der Sprache. Schließlich will ich mich zumindest höflich Begrüßen und Verabschieden können.

Tag219 Tansania planen

Gestern Abend hatten wir die vorletzte Vereinssitzung vor der Abreise. Nächste Woche werden die Koffer gepackt um unser Material und Geschenke für Tansania zu verteilen. Wir dürfen dieses Mal nur 25kg pro Person zzgl. 7kg Handgepäck packen. Das ist nicht zu viel, wenn man einige Spielsachen für Kindergärten, Übungspuppen für Erste Hilfe und Laptops zum Arbeiten neben seinen persönlichen Dingen mitnehmen will. Auch sind größere Fotoapparate sowie Ferngläser sinnvoll. Zum Ende der Reise hoffen wir auf einen Tag Safari, um wenigstens einige Tiere im Arusha Nationalpark zu sehen.
Ein Aufenthalt in Tansania, ohne einige wilde Tiere zu beobachten wäre dumm. Wenn ich auch gelernt habe, dass viele Tansanier noch nie eines der heimischen Tiere gesehen haben. Die Parks sind einfach zu weit weg und zu teuer. Darum bemühen wir uns, auch immer einige tansanische Schüler mit auf die Ausflüge zu nehmen.

Die letzte schwierige Aufgabe der Mitreisenden war, das Visum online zu beantragen. Die Botschaft hat ein online Portal dazu bereitgestellt. Dieses ist zwar ganz logisch aufgebaut, funktioniert aber nicht störungsfrei. Ich nahm bis jetzt an, dass der Server für die Anwendung in Afrika stünde. Denn viele Regierungsserver, die in Indonesien benutzt werden befinden sich auch in Westafrika.
Aber weit gefehlt, der Traceroute führt in die USA. Die Homepage der tansanischen Botschaft, zumindest für Visa Fragen, steht in den USA (Utah).

Die Globalisierung ist schon sehr faszinierend, wenn man mal hinter die Kulissen schaut.

Bleibt zu hoffen, dass die Einreise durch die Beauftragung des Visums vorab etwas einfacher wird. In Daressalam haben wir zwar geplant langen Zwischenstopp, aber man weiß ja nie, welche Flieger sich doch noch verspäten.

Tag182 Tansania Projekt planen

Gestern hatten wir ein gutes und und wichtiges Meeting zwischen vier Beteiligten an unserem Entwicklungsort Mwika in Tansania. Die Heikendorfer sind mittlerweile seit 1985 als Kirche dort aktiv, der Rafiki Verein seit etwa 2007 und wir mit „Tansania Zukunft durch Sonne „seit 2010. Zusätzlich ist die Bibeku als Bildungseinrichtung für ehemals „weltwärts“ und jetzt dem Roten Kreuz in der Region aktiv. Dort werden viele Langzeitpraktikant*innen (12Monate) eingesetzt. Insgesamt ein schön großes Geflecht an Hilfen und Partnerschaften aus Schleswig Holstein. Die Liste ist aber nicht vollständig, denn es gibt noch weitere Organisationen für Bildung, Kreditwesen und ärztliche Versorgung.

Diese Fülle an Partnern hat aber auch seine Tücken, denn wie koordiniert man seine Arbeit ohne Partner hier oder in Tansania zu verwirren oder gar zu ärgern. Darum war das Treffen besonders wichtig.
An einer beruflichen Schule, die KIUMO in Uuwo (Mwika) wurde von dem Kirchenkreis Heikedorf initiiert und wird noch immer gefördert. Dort sollen zukünftig weitere Berufe, neben den vorhandenen Tischlern, Schneidern und Bürokräften ausgebildet werden. Mechaniker und Zweiradmechaniker werden gebraucht. In absehbarer Zeit, hoffe ich, werden dort auch Elektriker ausgebildet. Mit dem Schwerpunkt der dezentralen elektrischen Energieversorgung wäre das sehr hilfreich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Und genau hier setzt eines unserer Projekte an. Wir wollen die Energieversorgung der Schule mit Hilfe von PV Anlagen sichern. Diese Anlagen sollen so installiert werden, dass sie als Lernobjekte für die späteren Auszubildenden genutzt werden können. Die Förderung durch die Bingo Lotterie ist uns gerade zugesagt worden. Jetzt fehlt nur noch unser Eigenanteil. Leider sind die Kassen dieses Mal nicht so gut gefüllt, so dass unser heutiger Projektabend mit der Reisegruppe unter dem Hauptpunkt „fehlendes Geld“ abgehalten werden muss.
Ein leidiges Nebenthema sind die vermutlich notwendigen Business Visa zur Einreise. Leider konnte ich die tansanische Botschaft bis dato nicht erreichen, die Warteschleife bittet kontinuierlich, es doch später wieder telefonisch zu versuchen.
Wenn alle 19 Reisenden ein Visum für 250$ brauchen, dann werden wir nicht um eine kräftige Erhöhung der Zuzahlung herum kommen. Ein Touristen Visum kostet lediglich 50$.
Ich bin gespannt wie wir dieses Problem lösen werden.

Tag 131 Nepal Vorbereitungen

Müde und kaputt. Liegt es daran, dass der Urlaubsmodus mich nach über 100 Tagen Sabbatical erfasst hat oder daran, dass die Indonesien Reise körperlich anstrengend war? Ich weiß es nicht, ich bin einfach müde und schlapp.
Nächste Woche sollte ich möglichst wieder fit sein, also schone ich mich besser. Leider wache ich mal wieder sehr frühauf und kann nicht mehr schlafen. Zeit, den Blog und den PC zu pflegen.

Ich habe begonnen, meine Tasche (Sack) für die Nepal Reise zu packen. Was mir unangenehm ist, ist die Tatsache, dass meine Flugschule (Luftikus), die Flüge über Türkisch Airlines gebucht hat. Darauf habe ich leider nicht rechtzeitig eingewirkt. Reiseveranstalter lassen sich da nicht so gerne in die Karten schauen. Aus politischen Gründen würde ich dies aber nicht machen. Die Reise im Februar, wo ich als Veranstalter für die Projektgruppe auftrete, wird nicht mit dieser Linie gebucht.
Zweites Problem: Wir dürfen zwar 30 kg Gepäck mitnehmen (mein Sack wiegt zur 24kg) aber alles muss in nur einem Koffer sein. Dieser sollte dann nicht größer als 48*48*90cm sein. Wie hier 30 kg hinein gehen sollten bleibt fraglich. In diese Größe passt nicht einmal mein Fluggerät, geschweige denn zusätzlich Helm und Kleidung. Gleitschirmflieger brauchen halt Platz, wenn das Material auch recht leicht ist. Ich bin gespannt auf die Diskussion am CheckIn Schalter, wenn sie meinen „Reisesack“ sehen. Rechtzeitiges Erscheinen erscheint sinnvoll.
Im (6kg) Handgepäck werden dann die Spiegelreflex und ein Thermobecher nebst Buch und Akkus Platz finden.

Problem 2: mein Pass und Visum waren auf dem Postweg verschollen. Zum Glück wurden sie zum Absender zurück geschickt. Hoffentlich erhalte ich diesen noch bis Mittwoch.

Der geplante Reiseverlauf hat sich etwas verändert. Wie es aussieht ist die bisher vorgesehene zweitägige Wanderung nicht mehr enthalten. Dies ist schade, denn danach sollten wir von 3600m Höhe aus starten können. Andererseits ist meine Fitness derzeit eher einfachen Strecken zuträglich. Mal abwarten was kommt.